Hier gibt es die besten Chancen auf eine freie Sicht

Wenn der Wolfsmond zur Jagd ruft

von Karim Belbachir

Kurz nach Mitternacht in der Nacht zu Samstag zeigt sich der erste Vollmond des Jahres. Nordamerikanische Ureinwohner gaben ihm den Namen Wolfsmond. Dieser spendete in der verschneiten Landschaft besonders viel Licht und lud die hungrigen Wölfe zur Jagd ein. Wird er zu sehen sein? Wir haben das Wetter dazu.

Erster Vollmond des Jahres

A pair of wolves singing their melancholy song for the moon Wolfsmond Vollmond
Der erste Vollmond des Jahres wird Wolfsmond genannt.

Als erster Vollmond im neuen Jahr scheint uns der Erdtrabant am 7. Januar um 0.07 Uhr mitteleuropäischer Zeit in voller Größe. Wobei der Mond bereits vorher recht voll erscheinen wird. Zurzeit sieht es nach einer kalten Winternacht zumindest im Nordosten aus. Vielleicht kehrt zum Wochenende der Winter zurück.

Wölfe auf der Suche nach Nahrung

Darum heißt der erste Vollmond des Jahres Wolfsmond.
Das helle Mondlicht nutzen Wölfe im Winter gern für die Jagd.

Bei den Algonkin, kanadischen Ureinwohnern Nordamerikas, wurde dieser zweite Vollmond des Winters auch Wolfsmond genannt, da in dieser Zeit die Wölfe bei der Suche nach Nahrung ihren Niederlassungen sehr nahe kamen und heulten. In einer bedeckten Schneelandschaft sieht dieser Mond besonders schön aus, da er heller zu leuchten scheint. Diesen Umstand nutzten Wölfe, um bei der besseren Sicht auf Jagd zu gehen. Mit dem Heulen kommunizieren die Wölfe miteinander.

Bei uns haben die Wölfe offenbar nicht so beeindruckend geheult, denn hier heißt der Mond Hartung oder Hartmond und bezieht sich auf die durch den Frost hartgefrorene Erde. Ein weiterer Name ist somit auch nicht verwunderlich: Eismond.

So wird das Wetter zum Wolfsmond

Vollmond hin oder her, aber es nützt ja alles nichts, wenn er letztendlich nicht zu sehen ist. Wie es in der Nacht aussieht, erklärt der wetter.de-Meteorologe, Carlo Pfaff: „Die Nacht auf Samstag bestehen die besten Chancen auf Mondsicht auf den Bergen in Baden-Württemberg und Bayern. In tieferen Lagen bilden sich dagegen häufig Nebelfelder. Zumindest ab und zu kann man den Mond im Rheinland und in Rheinland-Pfalz, in der zweiten Nachthälfte dann auch im Osten sehen. Am schlechtesten stehen die Chancen vom Nordrand der zentralen und westlichen Mittelgebirge bis zur Nord- und Ostsee.“

Überschüssiger Mond heißt Blauer Mond

Blue Moon oder Blauer Mond wird der 13. Vollmond im Jahr genannt.
Falls ein Jahr 13 Vollmonde hat, wird der 13. Blue Moon oder Blauer Mond genannt.

Ein ganzes Kalenderjahr hat üblicherweise 12 Vollmonde. Jeder dieser Vollmonde hat einen Namen. Da der Mondkalender im Schnitt weniger Tage hat (29,5) als das Sonnenjahr, kommt es manchmal dazu, dass es 13 Vollmonde innerhalb eines Jahres gibt. Um die Reihenfolge der Mondnamen nicht durcheinanderzubringen, wird der 13. Vollmond Blue Moon oder Blauer Mond genannt.

In diesem Jahr ist es wieder soweit. Im August scheint der Vollmond gleich zwei Mal. gleich zum Monatsbeginn am 1. August und dann erneut am 31. August.

Die Mondnamen in der Übersicht

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