Vollmond am erdnähesten Punkt

Rosenmond im Juni: Supermond scheint am Dienstag besonders hell

von Karim Belbachir und Martin Pscherer

Für Hobbyastronomen bietet sich am Dienstag ein toller Blick auf den Mond, denn er ist so nah dran, wie selten in diesem Jahr. Der Supermond erscheint größer und ist auch deutlich heller als sonst. Unser Meteorologe Martin Pscherer gibt einen Ausblick auf die Sichtbarkeit auf unseren Erdtrabanten. Für eine Region sieht es allerdings nicht so gut aus.

Bis zu 30 Prozent heller als der Minimond

Wenn am Dienstag um 13.51 Uhr mitteleuropäischer Zeit der Vollmond seine größte Ausdehnung erreicht, werden wir ihn in unseren Breitengraden noch nicht zu sehen bekommen. Dafür müssen wir noch bis zur Dämmerung warten, aber dann könnte der Blick gen Himmel belohnt werden, denn es handelt sich dabei um einen Supermond. Das bedeutet, dass er um bis zu 14 Prozent größer erscheint als zu seiner weitesten Entfernung bei 405.000 Kilometern.

Zusätzlich dazu ist er auch um bis zu 30 Prozent heller. Für Menschen mit Schlafproblemen bei Vollmond ist das wohl keine gute Nachricht. Seinen nähesten Punkt (Perigäum) erreicht der Mond am 15. Juni um 2.40 Uhr. Dann ist er nur 357.435 Kilometern von der Erde entfernt. Das nahezu Zusammenfallen von Erdnähe und Vollmond erhöht die Gefahr von Springfluten.

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Zweiter Supermond in 2022 kommt im Juli

Für die Beobachtung unseres Erdtrabanten ist die Zeit recht undankbar. Dieser Supermond ist aber nicht der einzige, den wir dieses Jahr erleben können. Auch im Juli kommt uns der Mond sehr nah. Außerdem kommt er uns am 13. Juli sogar noch ein paar Kilometer näher (357.417km) und fällt mit der Abenddämmerung auf eine dankbarere Zeit.

Übrigens hat auch der Juni-Vollmond einen Namen. Während er bei den amerikanischen Ureinwohner Erdbeermond nach den im Juni reifen Walderdbeeren benannt ist, wurde er in Deutschland früher als Brachmond bezeichnet. Letzteres stammt noch aus der Dreifelderwirtschaft. Im Juni wurde in der Landwirtschaft das brach liegende Feld bearbeitet. Unter Gärtnern war der Mond eher als Rosenmond bekannt, da die Blume im Juni ihre volle Blüte erreicht.

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Wie wird das Wetter zum Vollmond?

Doch wie sieht es mit dem Wetter in der Vollmondnacht aus, Herr Pscherer? „In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch stören nördlich der Mittelgebirge vor allem hohe Wolken die freie Sicht auf den Sternenhimmel. Im Norden Richtung Ostsee ist es oft wolkig, aber südlich der Mittelgebirge sind die Chancen richtig gut, dort bleibt der Himmel sternenklar.“ Im Norden ziehen die Wolken ab und mit etwas Glück tut sich zwischendurch immer eine Lücke auf, um den Supermond auch dort sehen zu können.

Außerdem liegen die Tiefstwerte mit 6 bis 12 Grad nicht gerade hoch, so dass ein Pulli bei der Mondbeobachtung Abhilfe schaffen könnte.

Wolfsmond, Blue Moon & Co.: Jeder Vollmond hat einen Namen

Hier die geläufigsten Namen für die Vollmonde im Überblick:

  • Januar: Hartmond, Wolfsmond, Eismond
  • Februar: Hornung, Schneemond
  • März: Zuckermond, Lenzmond, Wurmmond, Sirupmond
  • April: Ostermond, Grasmond, Rosa Mond, Pink Moon
  • Mai: Blumenmond, Wonnemond, Milchmond
  • Juni: Erdbeermond, Honigmond, Rosenmond, Brachmond
  • Juli: Heumond, Donnermond, Bockmond, Sonnenmond
  • August: Erntemond, Fruchtmond, Roter Mond
  • September: Herbstmond, Engelmond, Maismond, Jagdmond
  • Oktober: Weinmond, Blutmond, Reisemond, Sterbender Mond
  • November: Nebelmond, Bibermond, Frostmond, Trauermond
  • Dezember: Kalter Mond, Julmond, Heilmond
  • Möglicher zweiter Vollmond innerhalb eines Monats: Blue Moon (Blauer Mond)

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(kfb)