Vollmond am Wochenende

Herbstmond ist für einige Lebewesen überlebenswichtig

von Karim Belbachir

In wenigen Tagen strahlt der Mond wieder in voller Größe am Nachthimmel und wird dem ein oder anderen wieder eine schlaflose Nacht bescheren. Der Herbstmond ist aber für manche Lebewesen überlebenswichtig.

Im Video: 10 Fakten zu unserem Mond

Vollmond steht im Sternzeichen Fische

Herbstmond im September am Nachthimmel
Am 10. September erleuchtet der Vollmond den Himmel.

Unser zweitwichtigstes Himmelsgestirn hat in Kürze wieder seine Position gegenüber der Sonne eingenommen. Am 10. September ist er also in voller Größe am Nachthimmel zu sehen. Zur Vollmondzeit um 11.59 Uhr ist er von uns etwa 369.000 Kilometer entfernt. Das ist weit genug weg, um die Gefahr vor Springfluten nicht allzu groß werden zu lassen.

Der Erdtrabant entfernt sich allerdings mit dem abnehmenden weiter von der Erde. Natürlich sehen wir ihn um diese Uhrzeit noch nicht am Firmament, da die Sonne noch alles überstrahlt. Mit einsetzender Dunkelheit sieht das schon anders aus. Vom 9. Auf den 10. September wandert das Nachtgestirn vom Sternzeichen Wassermann zum Sternzeichen Fische in dem er sich zur Vollmondzeit dann befindet.

Erde zwischen Mond und Sonne

Wie jeder Vollmond, so hat auch der im September im Volksmund einen eigenen Namen. Dieser wird Erntemond genannt. So nannten ihn die amerikanischen Ureinwohner – gerne auch Maismond. Hierzulande wird er auch Herbstmond genannt, da im September auch die Tag- und Nachtgleiche (Äquinoktium) anfällt und den Übergang in den kalendarischen Herbst ansteht. Diese steht in diesem Jahr am 23. September an.

Während des Vollmonds befindet sich die Erde genau zwischen Sonne und Mond. Die Sonne strahlt also über die Erde hinweg unseren Astro-Begleiter an und erleuchtet ihn. Beide Himmelskörper zerren also aus verschiedenen Richtungen an der Erde. Für uns Menschen ist das aber nicht zu bemerken. Je nach Nähe des Mondes zur Erde kann das aber durchaus zu ausgeprägten Springtiden führen. Das passiert vor allem dann, wenn uns ein Supermond bevor steht wie im vergangenen Juni und Juli.

Welche Auswirkungen hat der Mond auf Lebewesen?

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Korallen im australischen Great Barrier Reef setzen zum Vollmond gleichzeitig Eier und Spermien frei, um die Chance auf Fortpflanzung zu erhöhen.

Interessant ist auch, welchen Einfluss der Vollmond auf die Lebewesen auf der Erde zu haben scheint. Viele Menschen klagen während dieser Zeit über Schlaflosigkeit, wobei hinzugefügt werden muss, dass es wissenschaftlich nie begründet werden konnte. Vielleicht liegt es an der helleren Nacht während des Vollmonds.

Auf Lebewesen im Meer scheint der Vollmond jedoch produktiv zu wirken, denn Korallen in Australien scheinen dann gleichzeitig Eier und Spermien zu verteilen. So wird die Chance auf eine Befruchtung maximiert. Auch der Wattwurm an der Nordsee nutzt die höheren Springfluten, um seine jungen Larven weiter auf dem Strand hinaus zu befördern und so vor Fressfeinden im Meer zu schützen.

Wie ist die Sicht auf den Mond? Die Sternenklar-Karte zeigt nicht nur die Wolkenbedeckung, sondern auch die Lichtverschmutzung an.

Wie wird das Wetter zum Vollmond?

Wetter.de Meteorologe Martin Pscherer hat einen genaueren Blick in die Prognosen gewagt und kann leicht Hoffnung verbreiten: „Zum Wochenende steigen die Chancen den Vollmond zu sehen wieder an.“

Die meisten Wolkenlücken und damit die beste Sicht auf den Vollmond sieht der Meteorologe in der Nacht von Freitag auf Samstag im Osten. Genauer gesagt im Gebiet von der Ostsee über das Erzgebirge bis zum Alpenrand. Anders sieht es im Westen aus, wo wieder mehr Wolken reinziehen.

Eine Nacht später ändert sich das etwas. Im Süden sehe es dann nach den aktuellen Prognosen nicht so gut aus. Etwas besser dafür im Norden. Allerdings macht sich wohl auch der Herbst in Form von Dunst- und Nebelfeldern bemerkbar – vor allem in der zweiten Nachthälfte.

Die aktuelle Wolkenbedeckung finden Sie auch auf unserer Sternenklar-Karte

Wolfsmond, Blue Moon & Co.: Jeder Vollmond hat einen Namen

Hier die geläufigsten Namen für die Vollmonde im Überblick:

  • Januar: Hartmond, Wolfsmond, Eismond
  • Februar: Hornung, Schneemond
  • März: Zuckermond, Lenzmond, Wurmmond, Sirupmond
  • April: Ostermond, Grasmond, Rosa Mond, Pink Moon
  • Mai: Blumenmond, Wonnemond, Milchmond
  • Juni: Erdbeermond, Honigmond, Rosenmond, Brachmond
  • Juli: Heumond, Donnermond, Bockmond, Sonnenmond
  • August: Erntemond, Fruchtmond, Roter Mond
  • September: Herbstmond, Engelmond, Maismond, Jagdmond
  • Oktober: Weinmond, Blutmond, Reisemond, Sterbender Mond
  • November: Nebelmond, Bibermond, Frostmond, Trauermond
  • Dezember: Kalter Mond, Julmond, Heilmond
  • Möglicher zweiter Vollmond innerhalb eines Monats: Blue Moon (Blauer Mond)

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(kfb)