Klima und Wetter im Sudan

Das Klima in der Republik Sudan wird durch die innertropische Konvergenzzone (ITC) bestimmt. Sie folgt mit zeitlichem Abstand dem Sonnenstand. Das nordostafrikanische Land mit Zugang zum Roten Meer an der Nordostgrenze erstreckt sich von etwa 10 Grad bis 22 Grad Nord, sodass die beiden tropischen Regenzeiten zu einer einzigen Regenzeit von etwa Mai bis Oktober zusammenfallen. Dabei nimmt die Niederschlagsmenge von Süd nach Nord deutlich ab. In den nördlichen Landesteilen herrscht ausnahmslos trockenes Wüstenklima. In Wadi Halfa, an der Nordgrenze Sudans gelegen, betrug die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge 1961 bis 1990 nur 2 Millimeter, während die Niederschläge in El Obeid, nahe der Südgrenze, im gleichen Zeitraum durchschnittlich 418 Millimeter jährlich betrugen. In den nördlichen Landesteilen erreichen die Sommertemperaturen Werte von über 40 Grad Celsius, während die Temperaturmaxima weiter südlich nur wenig mehr als 35 Grad erreichen. Die Nachttemperaturen liegen meist um 15 bis 20 Grad niedriger, zumindest in der Trockenzeit. Eine Reise in die Hauptstadt Khartum, die am Zusammenfluss vom Weißen und Blauen Nil liegt, ist besonders in den Wintermonaten empfehlenswert, ebenso ein Besuch des UNESCO-Weltkulturerbes Jebel Barkal (heiliger Berg) nebst der umliegenden Ruinenfelder bedeutender Tempelanlagen sowie der antiken Stadt Napata.