Klima und Wetter in Niger

Das Klima in dem westafrikanischen Binnenland Niger, das innerhalb der Sahelzone gelegen ist, entspricht weitestgehend dem trocken-heißen Wüstenklima der südlichen Sahara. Nennenswerte Niederschläge gibt es nur in den südlichen Landesteilen mit jährlich 400 bis 700 Millimetern. Die Niederschläge fallen hauptsächlich während der Monsunzeit von Juli bis August. Der westafrikanische Monsun, der mit vorherrschender Windrichtung aus Südwest die Regenzeit von Juni bis September nördlich des Äquators prägt, ist abhängig von Verlauf und Stärke der innertropischen Konvergenzzone (ITCZ), die mit zeitlichem Abstand dem Sonnenstand folgt. Da die ITCZ mäandert, kann es in den darunterliegenden Gebieten des Sahels zu Starkniederschlägen oder zu ausgeprägten Dürrezeiten kommen. In den nördlichen und nordöstlichen Landesteilen, die zum Teil zu einem UNESCO-Naturreservat mit zahlreichen Dinosaurierfunden gehören, treten häufig jahrelange Dürren ein. In den südlichen und südwestlichen Landesteilen bewegen sich die durchschnittlichen Tagestemperaturen im Winter bei 22 bis 24 Grad und in den Sommermonaten bei 32 bis 34 Grad Celsius. Die nördlicheren Wüstengebiete sind von starken Temperaturdifferenzen zwischen Tag und Nacht geprägt, die häufig mehr als 30 Grad betragen. Die Nachttemperaturen im Winter können durchaus die Null-Grad-Grenze erreichen, während die Maximalwerte im Sommer bei über 50 Grad Celsius liegen.