Zyklonen sind auch unter dem Namen „wanderndes Tiefdruckgebiet“ bekannt

Wetterlexikon: Zyklone

Winde über der Erde
Dieses von der Nasa verbreitete Handout zeigt ein grafisches Modell der Erdatmosphäre. © picture alliance / dpa, William Putman, ms wst

Was ist eine Zyklone?

Als Zyklone, im Plural Zyklonen, bezeichnet man ein dynamisches Tiefdruckgebiet. Eine Zyklone entsteht im Bereich der Polarfront, wie z.B. dem Islandtief, und wandert Richtung Osten. Daher sind Zyklonen auch unter dem Namen „wanderndes Tiefdruckgebiet“ bekannt.

Eine Zyklone ist kein Zyklon

Bei einer Zyklone fließen Luftströmungen mit tiefen Schichten der Atmosphäre zusammen. In der Höhe trennen sie sich wieder und lassen an Geschwindigkeit nach. Dadurch wird die Luft im Zentrum des Tiefs angehoben und es bildet sich ein Defizit an Luftmasse am Boden. Bei Tiefdruck strömt Luft wegen des Druckgefälles nach innen. Aufgrund der Corioliskraft auf der Nordhalbkugel wird der Luftstrom nach rechts abgelenkt, sodass eine Rotation gegen den Uhrzeigersinn entsteht. Bei Zyklonen auf der Südhalbkugel ist die Rotation im Uhrzeigersinn.

Der Begriff Zyklone, der ein wanderndes Tiefdruckgebiet benennt, ist nicht identisch mit dem Begriff Zyklon, im Plural Zyklone, der einen tropischen Wirbelsturm bezeichnet. Aufgrund der Namensähnlichkeit kommt es dennoch häufig zu Verwechslungen.