Dieses Tiefdruckgebiet ist nahezu ganzjährig vorhanden

Wetterlexikon: Islandtief

Wetterlexikon: Islandtief
Das Islandtief ist ein über dem Nordatlantik im Bereich von Island nahezu ständig ausgebildetes Tiefdruckgebiet innerhalb der planetarischen Frontalzone.

Was ist das Islandtief?

Blickt man auf eine grafische Darstellung der Luftdruckverteilungen, so fällt zwischen ca. 60° N und 70° N eine Zone auf, welche sich durch einen tiefen Druck auszeichnet: das Islandtief. Dort befindet sich ein nahezu ganzjährig ausgeprägtes Tiefdruckgebiet, welches aber besonders im Winter starken Einfluss auf die Wettersituation des west- und nordwesteuropäischen Raumes nimmt. Typische Auswirkungen wie zum Beispiel starke Niederschläge oder auch orkanartige Böen und Luftbewegungen sind vor allem in den Wintermonaten zu verzeichnen. Letztere konzentrieren sich hauptsächlich auf den Bereich der Nordsee.

So entsteht das Islandtief

Wie jedes andere Tiefdruckgebiet wandert auch das Islandtief mit der Höhenströmung. Den täuschenden Namen erhielt es, weil es vor allem in der isländischen Region unter nahezu immer gleichen Bedingungen entsteht. Hierfür bedeutsam ist das Aufeinandertreffen von kontinentalen Kaltluftmassen und warmer Strömung. Da die Warmluft auf die Kaltluft aufgleitet, kommt es zu Verwirbelungen, deren Produkt die Entstehung des Tiefs ist.