Wetterlexikon: Corioliskraft

Erdkugel
Am Äquator dreht sich die Erde mit 1.670 km/h nach Osten. In Richtung der Pole nimmt die Geschwindigkeit immer weiter ab. © dpa, -, kd_sus tba wok

Was ist die Corioliskraft?

Die Corioliskraft ist eine Trägheitskraft, die auf einen geradlinig bewegten Körper quer zu seiner Bewegungsrichtung einwirkt, ihn also von seiner geraden Bahn ablenkt. Auf der Erdoberfläche kommt die Corioliskraft durch die Erddrehung zustande. 

Tiefdruckgebiete drehen sich auf der Nordhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn

Während die Winkelgeschwindigkeit der Erde an jedem Ort 15 Grad/h beträgt, hängt die Bahngeschwindigkeit vom Abstand zur Erdachse ab. An den Polen beträgt sie 0 km/h und steigt zum Äquator hin auf 1.670 km/h an, weil jeder Punkt am Äquator in 24 Stunden den gesamten Erdumfang von ca. 40.000 km zurücklegt.

Vom Nordpol aus gesehen dreht sich die Erde von West nach Ost. Luftpakete, die stets versuchen, von hohem Druck in Richtung geringerem Druck zu strömen, werden auf der Nordhalbkugel aufgrund der Corioliskraft nach rechts abgelenkt. Tiefdruckgebiete drehen sich auf der Nordhalbkugel deshalb immer nach links, entgegen dem Uhrzeigersinn und Hochdruckgebiete immer nach rechts, im Uhrzeigersinn. Auf der Südhalbkugel sind die Verhältnisse genau umgekehrt.