Wetterlexikon: Wolkenklassifikation

Was wiegen eigentlich Wolken?
Was wiegen eigentlich Wolken? wetter.de-Meteorologe Björn Alexander 01:23

Was ist eine Wolkenklassifikation?

Die heute gebräuchliche Wolkenklassifikation in vier Wolkenfamilien erfolgt im Wesentlichen nach der Höhe der Wolkenuntergrenze über dem Erdboden. Sie geht auf eine Arbeit von Luke Howard aus dem Jahr 1802 zurück und wurde später von der World Meteorological Organization (WMO) im Internationalen Wolkenatlas festgeschrieben.

Wolken haben charakteristische Merkmale

Trotz der unterschiedlichen Entstehungsarten von Wolken, ihrer vielfältigen Formen und ihrer Veränderlichkeit lassen sich charakteristische Merkmale feststellen. Der Wolkenatlas unterscheidet tiefe Wolken mit einer Untergrenze bei 0 bis 2 km, mittelhohe Wolken mit einer Untergrenze bei 2 bis 7 km, hohe Wolken mit einer Untergrenze bei 5 bis 13 km sowie vertikale Wolken, die sich über mehrere Ebenen erstrecken und deren Untergrenze zwischen 0 und 3 km liegt.

Die Höhenangaben beziehen sich auf gemäßigte Breiten, im Polarbereich sind insbesondere die Obergrenzen niedriger, in den Tropen höher. Die Wolkenfamilien sind wiederum in zehn Wolkengattungen, vierzehn Wolkenarten, neun Unterarten und neun Sonderformen oder Begleitwolken unterteilt.