Wetterlexikon: Wolkenuntergrenze

Wetterlexikon: Wolkenuntergrenze
Vor allem in der Luftfahrt sind möglichst genaue Angaben über die Höhe der Wolkenuntergrenze von großer Bedeutung. © imago images / Frank Sorge, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Was ist eine Wolkenuntergrenze?

Die Wolkenuntergrenze als ungefährer Punkt, an dem Wolken entstehen, ist ein für die Luftfahrt entscheidender Faktor der Flugsicherheit. Wolken entstehen in Verbindung zum Kondensationsniveau beziehungsweise, wenn die Luft vollständig mit Wassertröpfchen gesättigt ist. Im Sichtflug bestimmt die Wolkenuntergrenze die notwendige Sichtweite. Im Instrumentenflug bestimmt sie, ob ein Start oder eine Landung überhaupt möglich ist. Die Wolkenuntergrenze variiert dabei je nach Wolkenart, Luftfeuchtigkeit und auch Tageszeit. Nachts sinken Untergrenzen ab, am Tage steigen sie wegen der Sonneneinstrahlung an.

Die Wolkenuntergrenze wird in Fuß angegeben

Tiefliegende Stratuswolken und andere Regenbringer haben meist eine diffuse Untergrenze, Schönwetter-Cumulus-Wolken sind klarer abgegrenzt. Zur Bestimmung braucht es entweder ein gutes Augenmaß und viel meteorologische Erfahrung oder ein so genanntes Ceilometer.

Die Wolkenuntergrenze wird international einheitlich in Fuß angegeben. Für den Flugverkehr ist die Wolkenuntergrenze im Zusammenhang mit dem Bedeckungsgrad der Wolken entscheidend. Die Kombination gibt zum Beispiel an, auf welche Entfernung man den Gipfel eines Berges wie gut erkennen kann.