Wetterlexikon: Kondensationsniveau

Wetterlexikon: Kondensationsniveau
Die Höhe des Kondensationsniveaus entspricht ungefähr der Höhe der Wolkenuntergrenze. © dpa, Mohssen Assanimoghaddam, ass

Was ist ein Kondensationsniveau?

Als Kondensationsniveau, auch Hebungskondensationsniveau oder LCL (Lifting/Lifted Condensation Level) genannt, wird die Höhe bezeichnet, auf die ein Luftpaket gehoben werden muss, damit die in ihm enthaltene Feuchte aus dem gasförmigen in den flüssigen Zustand übergeht, d.h. kondensiert. Diese Höhe ist erreicht, wenn Temperatur und Taupunkt eines gehobenen Luftpakets identisch sind, die relative Feuchte also 100% beträgt und das Luftpaket somit gesättigt ist.

Ein sehr feuchtes Luftpaket erreicht sein Kondensationsniveau früher als ein trockenes

Im Wesentlichen bestimmt der Feuchtegehalt eines Luftpakets diese Höhe. Durch Hebung wird das Luftpaket adiabat gekühlt, seine spezifische Feuchte bleibt jedoch gleich. Durch diese Abkühlung nähert sich die Temperatur dem Taupunkt an. Wenn beide Werte gleich sind, kondensiert die enthaltene Feuchte in Form von Wolkentröpfchen aus. Ein sehr feuchtes Luftpaket wird sein Kondensationsniveau also früher erreichen als ein trockenes, da es schneller vollkommen gesättigt sein wird. Somit entspricht die Höhe des Kondensationsniveaus ungefähr der Höhe der Wolkenuntergrenze.