Kurve, die in einem thermodynamischen Diagramm den Grad der Entropie anzeigt

Wetterlexikon: Adiabate

Aufstieg zum Piz Boe.
Der Piz Boè in den Dolomiten. © picture alliance / imageBROKER, Martin Braito

Was ist eine Adiabate?

In der Meteorologie wird bei einer thermodynamischen Zustandsänderung eines Systems, beispielsweise eines Luftpakets, die einer Adiabaten folgt, keine Wärme mit der Umgebung ausgetauscht. Wärmeänderungen können dabei alleine auf Kosten oder zugunsten der inneren Energie erfolgen. Eine Adiabate ist dabei die Kurve, die in einem thermodynamischen Diagramm den Grad der Entropie anzeigt.

Nimmt die Temperatur mit der Höhe trockenadiabatisch ab, so reduziert sie sich alle 100 Meter um 1 °C

Unter geringem Luftdruck steigt beispielsweise ein Luftpaket auf und dehnt sich aus. Diese Ausdehnungsarbeit benötigt eine bestimmte Menge an Energie, welche, dank adiabatischer Zustandsänderung, alleine aus dem Inneren des Luftgebildes stammen kann. Durch die verlorene Energie kühlt sich das Luftpaket ab.

Wenn keine Kondensation eingesetzt hat, kann man auch von einem trockenen Aufstieg sprechen. Hierbei kühlt sich das Luftpaket anhand der trockenadiabatischen Temperatur ab, welche bei -0,98 °C pro 100 Meter Höhendifferenz liegt. Sollte ein Luftpaket zum Beispiel auf 1.000 Meter ansteigen, nimmt dessen Temperatur um rund 10 °C ab.