Wetterlexikon: Walkerzirkulation

Wetterlexikon: Walkerzirkulation
Die Walkerzirkulation entsteht im Wesentlichen durch unterschiedliche Oberflächentemperaturen des Meere am Äquator. © imago images / imagebroker, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Was ist eine Walkerzirkulation?

Die Walkerzirkulation ist eine direkt über dem Äquator verlaufende, geschlossene Zirkulationszelle, die aus einem Hoch vor der Westküste des südamerikanischen Kontinents und einem Tief über dem Westpazifik gebildet wird. Benannt ist sie nach dem Erstbeschreiber Gilbert Walker. Die Zirkulation entsteht im Wesentlichen durch unterschiedliche Oberflächentemperaturen des Meeres an verschiedenen Stellen entlang des Äquators.

Die Walkerzirkulation und das Phänomen El Niño

Es kommt zur Bildung eines Hochs durch das kalte Wasser des Humboldtstroms an der Küste Südamerikas und eines bodennahen Tiefs im Westpazifik. Dadurch entstehen von Westen nach Osten gerichtete Luftzirkulationen bzw. von Osten nach Westen gerichtete Meeresströmungen am Äquator.

Dreht sich dieser Kreislauf um, sodass warmes Wasser zur Ostküste Südamerikas gelangt, löst dies das Phänomen El Niño aus, das alle paar Jahre die Küste mit schweren Unwettern, Starkniederschlägen und Verwüstungen heimsucht. Auch Dürren im Westpazifik sind das Ergebnis einer Umkehrung der Walkerzirkulation. Diese Zirkulation steht im Zusammenhang mit der Südlichen Oszillation und bildet gleichzeitig die Hardleyzelle.