Kalte Meeresströmung an der Westküste Südamerikas

Wetterlexikon: Humboldtstrom

Wetterlexikon: Humboldtstrom
Durch die niedrigen Temperaturen des Humboldtstroms liegt die Wassertemperatur vor den Küsten Südamerikas etwa 7 Grad unter der des freien Ozeans. © picture alliance / imageBROKER, Gilles Barbier

Was ist ein Humboldtstrom?

Der Humboldtstrom ist eine kalte Meeresströmung an der Westküste Südamerikas. Er wurde nach dem deutschen Naturforscher Alexander von Humboldt benannt.

Durch das kalte Meerwasser kühlt auch die Luft ab

Der Humboldtstrom kommt aus der Antarktis und schwenkt vor dem Äquator nach Westen Richtung Galapagos-Inseln. Dort erwärmt er sich und fließt an den Inseln Indonesiens, Neuguineas und an den Küsten Australiens vorbei wieder in die Antarktis. Bedingt durch die niedrigen Temperaturen des Humboldtstroms liegt die Wassertemperatur vor den Küsten Südamerikas etwa 7 Grad Celius unter der des freien Ozeans.

Der Humboldtstrom ist auch die Ursache für eine besonders trockene Region in Chile und Peru. Die Atacama Wüste ist durch die Folgen des Humboldtstroms entstanden, da die kalte Luft über dem Humboldtstrom an Land erwärmt wird und sich damit Wolken und Nebel auflösen. Dadurch gibt es kaum Niederschläge und die Region trocknet aus. Der Humboldtstrom wird neben den Passatwinden auch von einem ortsfesten Hoch vor der südamerikanischen Küste und dem Eis aus der Antarktis angetrieben.