Wetterlexikon: El Nino

Satellitenbild El Nino
Dieses Satellitenbild zeigt die Wetterphänomene von El Nino, dargestellt durch die weiße Fläche am Äquator. Das Bild zeigt, wie das warme Wasser von El Nino von Peru nach Alaska reicht.

Was ist El Nino?

Der Begriff „El Niño“ kommt aus dem Spanischen und bedeutet „der Junge, das Kind“, aber auch „das Christkind“. In der Meteorologie bezeichnet er das Auftreten untypischer Strömungen im ozeanographisch-meteorologischen System des äquatorialen Pazifiks, auch El Niño-Southern Oscillation (ENSO) genannt.

Diese Strömungen treten überwiegend zur Weihnachtszeit auf

Bei dem bekannten Wetterphänomen kehrt sich das typische Strömungsverhalten um, das warmes Oberflächenwasser aus dem Pazifik in Richtung Westen leitet. Es verschieben sich die Windzonen und innerhalb von drei Monaten fließt die Warmwasserschicht von Südostasien nach Südamerika. Möglich machen dies die äquatorialen Kelvinwellen. Da die sonst üblichen Passatwinde und somit der kalte Humboldtstrom schwächer werden, erwärmt sich das Oberflächenwasser vor der peruanischen Küste. Die Vermischung mit dem kühlen, nährstoffreichen Tiefenwasser bleibt aus und das Plankton, Grundlage der Nahrung vieler Meerestiere, stirbt ab.

Da diese Strömungen überwiegend zur Weihnachtszeit auftreten, gaben peruanische Fischer dem Phänomen den Namen „El Niño“. Aufgrund ausbleibender Fischschwärme unter dessen Einfluss müssen sie mit wirtschaftlichen Einbußen rechnen.