Die Abschwächung der Sonnenstrahlung beim Durchgang durch die Erdatmosphäre

Wetterlexikon: Extinktion

10.09.2018, Mecklenburg-Vorpommern, Warnemünde: Dunkle Wolken schieben sich im Ostseebad vor die Sonne. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Dunkle Wolken an der Ostsee © dpa, Bernd Wüstneck, bwu pil

Was ist eine Extinktion?

Als Extinktion bezeichnet man die Abschwächung der kurzwelligen Sonnenstrahlen beim Durchgang durch die Erdatmosphäre. Nur ein Teil der Sonnenenergie kommt auf der Erdoberfläche an, der größte Teil geht durch Reflexion, Absorption und Streuung verloren.

In den Bergen und über den Polarregionen kommt viel Sonnenenergie durch

Einfluss auf die Extinktion haben die atmosphärische Dichte und der Gehalt an Kohlenstoffdioxid, Ozon, Wasserdampf, Luftmolekülen und Staubteilchen in der Atmosphäre. Der in der Troposphäre enthaltene Wasserdampf verursacht eine Absorption des infraroten Lichtanteils, durch die Aerosole kommt es zur Streuung des sichtbaren Sonnenlichts. Das Ozon der Stratosphäre sorgt für die Absorption eines ultravioletten Strahlenanteils.

Laut Deutschem Wetterdienst variiert die durch Partikel verursachte atmosphärische Trübung je nach Jahreszeit. Im Herbst ist sie am niedrigsten, im Frühjahr und Sommer über längere Zeit hinweg hoch. Bei gleichem Sonnenstand ist die Extinktion bei hoher Luftfeuchtigkeit und starker atmosphärischer Trübung am stärksten, etwa in den Tropen. Die trockene reine Luft der Polarregionen und Gebirge über 3.000 Metern lässt viel Sonnenenergie durch.