Wenn die Atmosphäre oder die Erdoberfläche elektromagnetische, solare Strahlung aufnimmt

Wetterlexikon: Absorption

Sonnenuntergang in NRW
Sonnenuntergang in Dormagen (Nordrhein-Westfalen). © dpa, Christophe Gateau, cgt

Was ist die Absorption?

Nimmt die Atmosphäre oder die Erdoberfläche elektromagnetische, solare Strahlung auf, so spricht man von Absorption. Dabei findet eine Umwandlung von Strahlungsenergie in Wärmeenergie statt. Dieser Prozess basiert auf der Wechselwirkung zwischen Strahlung und Molekülen und ist von der Wellenlänge der Strahlung abhängig.

Der Treibhauseffekt basiert auf Absorption. Die von der Erdoberfläche absorbierte Energie wird in Form von Infrarotstrahlung wieder abgegeben. Wenn Treibhausgase, wozu auch Wolken in Form von Wasserdampf gehören, in der Atmosphäre vorhanden sind, wird die Strahlung von diesen absorbiert und teilweise zurück zur Erde abgegeben. Dies bewirkt zusätzlich zum Sonnenlicht eine Erwärmung der Erde. Die Absorption der ultravioletten Strahlung durch das Ozon bewirkt zudem einen Temperaturanstieg in der Stratosphäre.

Der Begriff Chappuis-Absorption beschreibt die Eigenschaft der Ozonmoleküle, während des Sonnenuntergangs teilweise das rote, längerwellige Licht aus der Atmosphäre zu filtern. Daher wirkt der Himmel im Zenit bereits tiefblau, während im restlichen Himmel noch rote Strahlung zu sehen ist.