Spektakuläre Planetenkonstellation

Lichtertanz am Sternenhimmel: Wenn sich Venus und Jupiter treffen

von Karim Belbachir

Zwei Planeten sind in den kommenden Tagen weiter im Tanz vereint. Venus und Jupiter bieten ein tolles Schauspiel am Sternenhimmel. Gepaart mit einem faszinierenden Sonnenuntergang ist es einen Blick nach oben wert.
Oben im Video: Zwillingsplanet im Sonnensystem und doch so anders

Keine Ufos, sondern Planeten

March 1, 2023, Space: Former NASA astronaut Scott Kelly snapped this photo of the Earth's crescent, the Moon, Venus, and Jupiter (from top to bottom) on August 6, 2015, while he was aboard the International Space Station. These celestial bodies have been quite close in the night sky; on March 1, 2023, Venus and Jupiter were nearest to each other. (Credit Image: © NASA/ZUMA Press Wire Service
So sah die Planetenkonjunktion von Venus (oben) und Jupiter aus dem Fenster der Internationalen Raumstation, ISS, aus.

Sie bieten gerade ein Lichtspektakel am Nachthimmel. Zwei Planeten leuchten so hell, dass nicht wenige glaubten, es seien Ufos oder Flugzeuge. Doch mitnichten. Bei den zwei beiden hellen Punkten am Abendhimmel handelt es sich um die beiden Planeten Venus und Jupiter, die neben dem Mond die Nacht erhellen. Bereits kurz nach den momentan spektakulären Sonnenuntergängen sind die beiden Himmelsleuchten zu sehen. Ihren nähesten Punkt zueinander (Konjunktion) hatten sie bereits am 1. März erreicht.

Nun entfernen sie sich zwar wieder voneinander, doch bleiben sie dominant am Nachthimmel. Da es nicht so häufig vorkommt, dass sich beide in Konjunktion stehen, lohnt sich der Blick nach oben. Die nächste vergleichbare Konjunktion der beiden gibt es nämlich erst wieder am 7. Februar 2032.

Optische Täuschung am Nachthimmel

Der kleinere Lichtpunkt der beiden ist die Venus. Bis zum 23.03. wandern Jupiter und Venus weiter auseinander, bleiben aber noch sichtbar. Außerdem schiebt sich dann die Mondsichel am Nachthimmel zwischen die beiden Planeten. Auch das ist wohl ein schönes Astrofoto wert. Unser Nachbarplanet wandert dabei am Sternenhimmel weiter nach oben.

Solche Planetenkonjunktionen sind optische Täuschungen. Beide Planeten kommen sich natürlich nicht sehr nah. Vielmehr liegen sie auf ihrer Reise um die Sonne, von der Erde aus gesehen, auf einer Linie und erscheinen für uns nah beieinander. In Erinnerung ist vielleicht noch die Große Konjunktion aus dem Jahr 2020, als sich Jupiter und Saturn in einer Linie zur Erde befanden.

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So wird das Wetter in der kommenden Nacht

Planets Jupiter and Venus in conjunction are seen after sunset above LâAquila, Italy, on march 1st, 2023. Planets seem to be very close (less than a degree away from each other). Moons (satellites) of Jupiter are visible even with a telephoto lens. (Photo by Lorenzo Di Cola/NurPhoto)
Das nächste Mal so nah kommen sich Venus und Jupiter erst wieder am 7. Februar 2032.

Ob die beiden Planeten gut zu sehen sind, hängt vom Wetter ab. Eines ist von vornherein klar, denn es wird frostig kalt. Für eine längere Beobachtung wird dicke Kleidung gebraucht. Wie es sonst aussieht, erklärt wetter.de-Meteorologe, Martin Pscherer: „In der Nordhälfte macht sich dichter Nebel breit genauso wie vom Schwarzwald bis zum Alpenrand eine dichte Wolkendecke hinzu kommt . Dort herrschen also schlechte Sichtbedingungen.“

Im Norden könnte es trotz Wolkendecke zwischendrin mal Chancen geben, Jupiter und Venus bei ihrem Tanz zu beobachten. Zwischen den oben genannten Regionen bleibt der Himmel in einem Streifen sternenklar, so dass es gute Möglichkeiten gibt, die beiden Planeten zu sehen.

Sternenhimmel am Wochenende

Die Nacht zu Samstag sieht ähnlich aus. Vor allem in der Nordhälfte ist der Himmel bewölkt. Das gilt vor allem für die zweite Nachthälfte. „In der ersten Nachthälfte könnte sich hingegen das ein oder andere Wolkenloch auftun. Im Süden sind zwar auch einige Wolken am Himmel unterwegs, die Chancen sind dort allerdings deutlich besser – oft sogar perfekt“, wie Pscherer anmerkt..

Zum Sonntag sind die Rollen dann vertauscht. Die Chancen auf einen freien Blick sind im Norden dann besser. Im großen Rest ist es etwas schlechter, aber trotzdem bestehen vorübergehend Chancen auf Wolkenlücken. Es bleibt aber kalt. Nur in der Nordhälfte sind am Samstag zarte Plusgrade drin.

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(kfb)