50.000 Euro für einen Elefanten – deutsche Messe wirbt mit Jagdreisen auf exotische Tiere
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02:36 / 29.01.26 14:46Peta schlägt Alarm
50.000 Euro für einen Elefanten – deutsche Messe wirbt mit Jagdreisen auf exotische Tiere
Auf der Messe in Dortmund wird Trophäenjagd als lukratives Geschäft beworben: Für hohe Summen können Jäger weltweit, auch auf seltene oder bedrohte Tierarten, Jagdreisen buchen. Während Anbieter und einige Herkunftsländer dies mit angeblichem Artenschutz und Nutzen für die lokale Bevölkerung rechtfertigen, kritisieren Tierschutzorganisationen manipulierte Bestandszahlen und fehlenden Schutz. Mehr dazu im Video!
Was ist ein Leben wert? Hier kommt es ganz auf das Tier an.
Was man so auf den Kontinenten dieser Welt legal erlegen kann, wird hier in der Messe Dortmund gerade angepriesen. Ein Leoparden kann man für 29.000 Euro abschießen.
Einen Eisbär gibt es für 44.000 Euro Jagdpakete, die Schwarzer Tod heißen, oder Giraffen, Nashörner, Geparden beinhalten. Alles ist möglich.
Etliche Messestände, die Jagdreisen anbieten. Man könnte fast sagen, die halbe afrikanische Savanne steht hier ausgestopft rum. Je seltener die Art und je größer die Hörner, Mähnen, Felle oder Stoßzähne, desto höher ist der Preis für den Abschuss.
Vom Aussterben bedrohte oder streng geschützte Arten jagen. Das jeweilige Land und die Gesetze vor Ort bestimmen die Regeln. Simbabwe macht hier auf der Messe Werbung für hohe Tierbestände und Abschussquoten.
Tierschutzorganisationen sehen das ganz anders: Oft würden die Länder die Tier-Bestandszahlen fälschen, um interessant für viel Geldbringende Trophäenjäger zu bleiben.
Den Kopf des erlegten Tieres bekommt der Jäger als Trophäe nach Hause geschickt – um den Zoll kümmert sich der Jagdanbieter. Die Trophäenjagd wird aber auch den Einheimischen in Afrika zugutekommen.
Viele Länder in Europa haben die Einfuhr von Trophäen geschützter Arten verboten, Deutschland aber nicht.