Wann taut Deutschland auf?

Polarwirbel schwächelt - Kälte bleibt auch im Februar

von Björn Alexander

Winterwetter in Sachsen
Der Februar könnte den Freunden von Eis und Schnee weiterhin Freude bereiten!

Von wegen Frühling - der Winter will wohl auch im Februar noch kräftig nachlegen. Zumindest spricht vieles dafür, dass Väterchen Frost und Frau Holle noch einen langen Atem haben könnten.

Die Ausgangslage: So kalt war es schon lange nicht mehr

Gemessen an den letzten 30 Jahren liegt die negative Abweichung auf der Zielgeraden des Januars unter 1,5 Grad. Das entspricht einer Mitteltemperaturen von knapp -0,9 Grad. So kalt war der Januar zuletzt im Jahr 2017. Übrigens: Der Januar 2017 sowie der Januar 2026 sind damit die kältesten Januarmonate der letzten 15 Jahre.
Gleichzeitig erlebten wir bis einschließlich des 27. Januars im deutschlandweiten Schnitt fast 23 Frosttage. Zum Vergleich: Der Januar 2017 brachte uns knapp 26 Frosttage - hier liegen wir also ebenfalls in Schlagweite.

Polarwirbel zeigt weiterhin Schwächen

Die Prognose zeigt nach wie vor einen Polarwirbel mit Schwächen.
Die Prognose zeigt nach wie vor einen Polarwirbel mit Schwächen.

Ist der Polarwirbel stabil und wehen die Winde in unterschiedlichen Höhen gleichmäßig aus westlichen Richtungen, dann sind massive und nachhaltige Kaltluftvorstöße hierzulande eher unwahrscheinlich. Gibt es hingegen Störungen oder Schwächen, dann erhöht das die Chancen auf nördliche bis östliche Luftströmungen. Ein Muster, das wir in diesem Winter schon des öfteren gesehen haben und das sich im Februar ebenfalls entwickeln könnte wie der Blick auf die aktuelle Prognose zeigt.

Kälte bleibt im Rennen

Besonders die Monatsmitte zeigt sich in den Trends nochmals bitterkalt.
Besonders die Monatsmitte zeigt sich in den Trends nochmals bitterkalt.

Schauen wir auf die taufrischen Vorhersagen der experimentellen Langfristtrends für den Februar, dann ergibt sich derzeit ein relativ einheitliches Bild. Denn auch der letzte Wintermonat hat ein mitunter eiskaltes Potenzial. Die Monatsprognose der NOAA (Amerikanischer Wetterdienst) prophezeit demnach einen durchschnittlichen Temperaturen und ein zu kaltes Nordeuropa. Und auch der wetter.de-Trend basierend auf dem europäischen Wettermodell spekuliert auf einen eiskalten Nachschlag des Winters zur Monatsmitte, bevor Deutschland anschließend schrittweise auftauen könnte.

Quellen: Eigene Recherche und wetter.de