Wetterlexikon: Wintersmog

Wetterlexikon: Wintersmog
08.01.1982: Sichtbar durch die klirrende Winterkälte steigen Wolken von Abgasen aus einer Autoschlange im Hamburger Berufsverkehr auf. © picture-alliance / dpa, dpa, mk dha

Was ist Wintersmog?

Wintersmog, auch London-Smog genannt, ist insbesondere in Ballungsgebieten und Großstädten eine gefährliche Form der Luftverschmutzung. Wintersmog entsteht vor allem durch Schwefeldioxid in der Luft, das in Verbindung mit Wasser zu schwefliger Säure und Schwefelsäure führt. Hinzu kommen erhöhte Konzentrationen von Stickstoffoxiden, Kohlenmonoxiden und Staub.

Schwefelverbindungen und Kohlenmonoxid sind äußerst schädlich

Begünstigt wird Wintersmog durch hartnäckigen Nebel, Inversionswetterlagen und geringe Windgeschwindigkeiten. Die Schadstoffe stammen aus Emissionen von Kraftwerken, Autos, Holzöfen und ähnlichem. Besonders die Schwefelverbindungen und das Kohlenmonoxid sind äußerst schädlich für Tiere, Pflanzen und die Atemwege.

Wintersmog war etwa für eine Katastrophe im Ruhrgebiet im Dezember 1962 verantwortlich, bei der es 150 Todesopfer gab. Auch z. B. Berlin, Hamburg und Braunschweig mussten mehrfach Smogalarm auslösen. Erst durch Sauberkeitsanstrengungen der Industrie für Autos und Kraftwerke konnten Smoggesetze in Deutschland allmählich abgeschafft werden. Im März 2014 musste jedoch in Paris wegen Wintersmog ein Fahrverbot verhängt werden. Smog verursacht Kreislaufprobleme, Reizungen der Schleimhäute sowie Atemwege und schwächt das Immunsystem.