Wetterlexikon: Übersättigung

Wetterlexikon: Übersättigung
Die Tauchermaske eines Mädchens ist durch die hohe Luftfeuchtigkeit völlig beschlagen. © picture alliance / dpa, David Ebener, ebe fdt

Was ist eine Übersättigung?

Als eine Übersättigung wird eine relative Luftfeuchtigkeit von mehr als 100 Prozent bezeichnet. Die Menge an Wasserdampf, die die Luft aufnehmen kann, ist von der Temperatur der Luft abhängig. Hat die Luft das Maximum an Wasserdampf aufgenommen, spricht man von einer hundertprozentigen relativen Feuchte. Wird weiterhin Wasserdampf zugeführt, kommt es zur Kondensation beziehungsweise Wolkenbildung. Diese findet aber nur bei vorhandenen Kondensationskernen statt.

Übersättigung in der Natur? Nicht wirklich

In der Natur tritt die Übersättigung nicht auf. Eine Ausnahme sind sehr dynamische Cumuluswolkenbildungen, die eine relative Feuchte von 101 Prozent bieten können. Sollten alle Kondensationskerne in der Umgebung fehlen, was in Laborversuchen ermöglicht wurde, aber in der Atmosphäre niemals der Fall ist, ist Kondensation nur realisierbar, wenn spontane Tröpfchen gebildet werden.

Jedoch kommt diese Tröpfchenbildung erst zustande, wenn eine ausreichende Übersättigung der Luft vorliegt. In Laborversuchen wurde eine Übersättigung der Luft um rund 800 Prozent ermöglicht, wonach es zur einer explosionsartigen Kondensation des überschüssigen Wasserdampfs kam.