Mütze, Schal und Handschuhe raus!

Letzter Wintermonat lässt es krachen - Februar bringt uns eiskalten Dauerfrost

von Julian Hirmke

Der Februar zeigt sich sehr wechselhaft und vor allem eisig. Von anfänglichen Temperaturen im Plusbereich kann es vielerorts eiskalt werden – zweistellige Minustemperaturen und Dauerfrost werden erwartet. Der Niederschlag hält sich dabei sehr in Grenzen, nur an ein paar Tagen könnten wir auf Schneefall hoffen.

Das Wetter in Deutschland: Achterbahnfahrt der Kältegefühle

Wettervorhersage Deutschland
Monatsprognose für den Februar für Deutschland (Stand der Wettervorhersage: 23.01.2023).

Der Februar wird meteorologisch ein ganz besonderer Monat. Es wird wohl der erste Monat seit fast zwei Jahren sein, dessen Vorhersage mit einer negativen Durchschnittstemperatur von -1,4 Grad ausfallen soll (Stand 23.01.2023). Zuletzt war eine negative Abweichung im Mai 2021 der Fall. Grund dafür ist eine frostige zweite Monatshälfte. Dabei liegen die Temperaturen im Durchschnitt sogar mal ganze 8 Grad unter dem Temperaturmittel der letzten dreißig Jahre – das erinnert schon fast an den Februar 2021. Grundsätzlich nimmt uns Wettergott Petrus auf eine regelrechte Temperatur-Achterbahnfahrt mit. Während er aus dem Januar noch frostige Kälte mitgebracht hat, erholt er sich am Monatsanfang noch kurz. Dann folgt eine regelrechte Talfahrt der Temperaturen, die wohl ihren Tiefpunkt rund um die Karnevalszeit erreichen wird. Anschließend streckt sich der Februar langsam wieder nach Werten über dem Gefrierpunkt. Regional gibt es dabei deutliche Unterschiede:

Das Wetter im Norden: Zweistellige Minusgrade möglich

Wettervorhersage für Bremen
42-Tage-Wettertrend für Bremen (Stand der Wettervorhersage: 23.01.2023).

Kurz vor dem Wechsel in den Februar gibt es im Norden frostige Temperaturen. Wie hier in Bremen sind Ende Januar bis zu -5 Grad und leichter Schneefall zu erwarten. In der ersten Februarhälfte können wir uns in Bremen immerhin auf bis zu 10 Grad am Tag einstellen, während die Tiefsttemperaturen zwischen 6 Grad bis -2 Grad schwanken. In der zweiten Monatshälfte fallen die Temperaturen über Nacht auf frostige -8 Grad und sind tagsüber auch nur knapp über dem Gefrierpunkt. Erst gegen Monatsende kann es langsam wieder Richtung zweistellige Höchsttemperaturen am Tag gehen.

Lese-Tipp: Bringt der Polarwirbel die ganz große Kälte?

Das Wetter im Westen: Zieht euch warm an, Jecken!

Wettervorhersage Köln
42-Tage-Wettertrend für Köln (Stand der Wettervorhersage: 23.01.2023).

Zum Januarende wird es auch im Westen nochmal sehr kalt. In Köln könnte es bis zu -6 Grad geben. In den ersten beiden Februarwochen pendeln sich die Tiefsttemperaturen dann wieder rund um den Gefrierpunkt ein, ehe es in der zweiten Monatshälfte noch einmal richtig kalt wird. Ab dem 13. Februar heißt es womöglich zwei Wochen Dauerfrost. Am kältesten wird es vor allem zur Karnevalszeit – nach Rosenmontag könnte sogar die -10 Grad-Grenze unterschritten werden. Anschließend scheint sich der Februar zumindest von der Temperatur wieder langsam zu erholen. Ein paar Schneeflocken dürfte es wohl höchstens zum Monatsende und zur Karnevalszeit geben.

Für alle Karnevalfreunde - Schneit es in der fünften Jahreszeit?

Schneefall an Karneval?
Die Farbe gibt Aufschluss über die mögliche Schneebedeckung am Rosenmontag. Passend zu Karneval gilt: Je blauer, desto besser (Stand der Vorhersage: 23.01.2023).

Viele Jecken fiebern der Karnevalszeit vom 16. Februar bis zum 21. Februar entgegen. So wie es aussieht, wird es wohl bitterkalt. Ein dickes Kostüm sollte neben der Aufnahme von wärmenden Getränken beachtet werden. Doch eine Frage drängt sich auf: Schneit es an Karneval? Die Antwort lautet ,,Jein’’. Mit unserer Karte zur Schneebedeckung behaltet ihr deutschlandweit den Überblick. Sie ist eine erste Prognose für den Rosenmontag.

Das Wetter im Süden: Absolute Tiefstwerte bis zu -20 Grad

Ein ähnlicher Trend zeigt sich auch im Süden Deutschlands. Frostiger Monatswechsel und eine sehr eisige, zweite Monatshälfte. Allerdings sprechen wir hier von deutlich kälteren Temperaturen. Am Januarende schlägt es in München auf bis zu -8 Grad aus. Am 20. Februar erwartet uns eine schaurige Kälte von bis zu -14 Grad. In den Alpen und im Bergland darf man sich hier auf -20 Grad einstellen.

Lese-Tipp: Das sagen die Bauernregeln im Februar über das Wetter

Umfrage wetter.de
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Vorsicht bei der Langfrist!

Langfristige Computerberechnungen sind nicht mit der normalen Wettervorhersage zu vergleichen und mit entsprechender Vorsicht zu genießen. Mit den Computertrends über zehn Tage im Voraus oder gar mit Blick auf ganze Monate oder Jahreszeiten hinaus, verlassen wir nämlich die klassischen Wetterprognosen und wechseln in den experimentellen Bereich. Das sind ursprünglich Hilfsmittel, die zum Beispiel für die Energiewirtschaft sehr wichtig sein können. Schlussendlich geht es hierbei um Trends oder Tendenzen und nicht um punkt- und tagesgenaue Vorhersagen.

Wissenswerte zum Wetter im Februar

Schneeglöckchen blühen im Februar.
Der Februar hat weit mehr als nur Schneeglöckchen zu bieten - es gibt besondere Wetterphänomene im zweiten Monat des Jahres.
  • Hochwinter ab der zweiten Januar-Hälfte beeinflusst das Februar-Wetter

  • Februar statistisch gerne mal zu kalt (letztmalig 2018 – vorher 4x zu warm)

  • immer hellere Tage (bis 10 Stunden und 55 Minuten Tageslicht)

  • Schneeglöckchen und Hasel beginnen normalerweise zu blühen (phänologische Jahreszeit)

  • höhere Wetteraktivität durch Temperaturunterschiede von Land- und Wassermassen

  • statistisch gesehen wird der gesamte Winter so wie der Februar (zu warm oder zu kalt)

  • statistisch einer der trockensten Monate

  • Durchschnittstemperaturen der letzten Februare im Vergleich zum Mittel 1961 bis 1990: Februar 2022: +4,5 (+4,0 Grad), Februar 2021: +1,8 Grad (+1,4 Grad), Februar 2020: +4,9 Grad (+4,5 Grad), Februar 2019: +4 Grad (+3,6 Grad) , Februar 2018: -1,9 Grad (-2,3 Grad)

Motor des Winters - so sind die Computerprognosen

In der Vorhersage wird die Temperatur in einigen Kilometern Höhe dargestellt. Je gleichförmiger die blauen, also kalten Bereiche zusammenhängen, umso stärker ist der Polarwirbel. Werden hingegen große Lücken und mildere Einschübe in Richtung Nordpol berechnet, dann ist der Wirbel instabiler. Bei einem Polarwirbel-Split teilen sich die blauen Flächen in zwei Teile auf.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legenkönnen wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

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(uhi)