Thymian, Basilikum & Co

Kräuter pflanzen auf dem Balkon - das sollte man beachten

von Amelie von Kruedener

Kräuter machen den Balkon zum eigenen kleinen Gartenparadies.
Ein eigener Kräutergarten – perfekt für alle, die gerne frisch und gesund kochen und auf dem Balkon auch etwas anderes pflanzen wollen als Geranien.

Kräuter sind nicht nur lecker, sie sind auch eine echte Augenweide. Man braucht noch nicht einmal einen Garten – auf dem Balkon oder der Terrasse können Petersilie, Thymian, Basilikum und all die anderen wohlriechenden Geschwister ebenso gut gedeihen. Das ideale Einsteigerprojekt für alle, die ein bisschen Gartenglück schnuppern wollen. Wir erklären, worauf man achten sollte.

Die richtige Auswahl an Kräutern

Es gibt natürlich eine gigantische Auswahl an Kräutern. Für Töpfe und Kübel eignen sich jedoch nicht alle. Hier einmal eine Rundum-Auswahl, mit der man für das Küchenjahr gewappnet ist.

Mediterrane Klassiker

  • Rosmarin
  • Thymian
  • Oregano
  • Majoran
  • Basilikum
  • Salbei
  • Lavendel
  • Bohnenkraut

Heimische Kräuter

  • Petersilie
  • Pfefferminze
  • Kresse
  • Kerbel
  • Kapuzinerkresse
  • Schnittlauch
  • Dill

Besonders schön sind für Blumenampeln oder Balkonkästen hängende Kräuter: Kapuzinerkresse kann man prima zwischen den stehenden Kräutern setzen. Auch die hängende Indianische Minze oder der Hänge-Rosmarin Rivera bringen dekorative Abwechslung in den Kräuter-Balkon.

Welches Kraut in welchen Topf?

Dill braucht viel Platz im Topf.
Ganz besonders, wenn man Dill anpflanzen möchte, ist ein sehr tiefer Pflanztopf wichtig, da die Wurzeln lange Triebe haben.

Das ist auf der einen Seite Geschmacksache, auf der anderen Seite muss man ein bisschen pragmatisch an die Sache herangehen. Flache oder kleine Gefäße trocknen schnell aus, man muss also sehr gewissenhaft gießen, wenn man sich dafür entscheidet. Außerdem brauchen viele Kräuter oft auch eine gewisse Tiefe für die Wurzeln. Insgesamt ist man mit tiefen Töpfen auf der sichereren Seite.

Auch das Material hat Einfluss auf den Gärtnererfolg: Plastiktöpfe haben den Vorteil, dass sie leicht sind, dafür lassen sie auch keine Nässe oder Luft durch ihre Wände. In Ton- oder Terrakottatöpfen fühlen sich die Kräuter meist wohler.

Ganz wichtig ist, dass das Gieß- oder Regenwasser unten abfließen kann. Eine gute Drainage aus Blähton oder Tonscherben ist unter der Pflanzerde notwendig, damit keine Staunässe entsteht. Alte Holzkisten, Kochtöpfe oder Eimer können ebenfalls bepflanzt werden. Toben Sie sich aus. Dann müssen unten in die Gefäße ein paar Löcher gemacht werden. Unter alle Töpfe sollte stets ein Teller gestellt werden. Dann klappt’s auch mit dem Nachbarn darunter.

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Welche Erde kommt in den Topf?

Die mediterranen Kräuter mögen nährstoffarme Erde. Wer die Möglichkeit hat, irgendwo etwas normalen Mutterboden zu ergattern, kann den mit Sand, Split und Kräutererde mischen. Die heimischen Kräuter lieben es hingegen feucht und nährstoffreich. Wer es ganz besonders gut meint mit seinem Kräuterparadies auf dem Balkon, kauft spezielle Kräutererde.

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Der perfekte Standort für Kräuter

Mediterrane Kräuter brauchen viel Sonne. Oregano, Rosmarin, Thymian, Majoran, Salbei und Lavendel gehen ohne Sonne ein. Nord- Ost oder vielleicht auch ein Westbalkon bietet da zu wenig für die Sonnenanbeter. Ein Ost- oder Westbalkon ist ein guter Ort für alle heimischen Küchenkräuter wie Pfefferminze, Petersilie, Schnittlauch oder Bohnenkraut. Wer einen reinen Nordbalkon hat, wird wenig Erfolg in der Kräuteraufzucht haben. Da sollte man auf ein sonnigeres Fenster in der Wohnung ausweichen.

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Düngen und Gießen

Gießen nicht vergessen.
Die besten Gießzeiten sind morgens oder abends.

In der Gartensaison zwischen April und Oktober kann man mit mineralischem Langzeitdünger am meisten punkten. Die mediterranen Kräuter brauchen da aber wesentlich weniger als die heimischen. Das gleiche gilt beim Gießen. Heimische Kräuter lieben feuchte Erde und sollten jeden Tag gegossen werden. Morgens oder abends passt es den Pflanzen am besten. Die mediterranen Kräuter wie Rosmarin oder Lavendel kommen auch mit Trockenheit zurecht, mögen sie sogar. 2 bis 3 mal in der Woche – und dann viel - reichen völlig aus.

Das richtige Schneiden von Kräutern

Immer wieder schneiden regt die Triebbildung an. Bei Basilikum, Pfefferminze und Co sollten nicht nur die Blätter abgeerntet werden. Wer die ganzen Stängel abschneidet, kann förmlich zuschauen, wie laufend neue Triebe gebildet werden. Anders geht man mit Halbsträuchern um: Salbei, Lavendel oder Rosmarin neigt zum Verholzen. Daher sollte man im Frühjahr die alten Triebe um die Hälfte kürzen. Aber Vorsicht – nicht ins Holz hineinschneiden – sonst stirbt der Trieb ab.

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(avo)