Vorsicht - Windbruch droht!
Intensive Lage: Tiefdruck-Trio hat Deutschland in der Mangel
Der Wonnemonat befindet sich derzeit auf Tauchstation. Immer wieder zieht Regen durch, dem auch noch Gewitter, Sturm und Hagel beispringen. Selbst das Risiko für einzelne Tornados ist erhöht!
Die Ausgangslage: Norman, Peter, Ole - das meteorologische Dreigestirn
Nachdem es über Wochen und Monate fast nur hohen Luftdruck zu vermelden gab, sind momentan gleich drei Tiefs in unseren Breiten aktiv. Norman, das uns am Wochenende seine Ausläufer schickte und in dessen Schlepptau erst Peter und dann Ole folgen. Einzig im Süden ist es dank Hoch Vanessa kurz mal etwas freundlicher, bevor die Fronten von Peter und Ole deutschlandweit wieder für teils nasse Aussichten sorgen.
Der windige Peter lässt es regnen
Während sich der Süden noch über mehr Sonne freuen kann, sind im Westen und Norden mit Tief Peter schon Böen um Stärke 6 bis 7 zu erwarten. Auf dem Brocken und an der See sind Böen bis 8 oder 9 Beaufort zu erwarten, bevor in der Nacht zum Mittwoch im Oberharz auch Böen bis um die 100 km/h drin sind.
Gleichzeitig zieht in der Nacht ein richtiges Regengebiet, im Stau der Mittelgebirge regnet es ergiebig. Hier sind binnen 24 Stunden Regenmengen von 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter möglich.
Video: Das bedeuten die Windstärken
Am Mittwoch spitzt sich die Lage zu
Der Mittwoch startet verbreitet wolkig, im Süden regnerisch. Später erwartet uns dann oftmals ein Mix aus Schauern und Gewittern, die kräftig bis unwetterartig sein können. Bevorzugt nachmittags drohen Starkregen, Hagel, Sturmböen. Binnen kurzer Zeit können Regenmengen von 15 bis 30 Liter je Quadratmeter niedergehen. Selbst das Risiko für einzelne Tornados ist insbesondere im Umfeld der kräftigen Gewitter leicht erhöht, bevor sich die Situation zum Donnerstag und Freitag entspannen wird.
Vorsicht Windbruch! Deshalb sind Sturmböen gerade jetzt so gefährlich
In der windigen Grundstimmung und mit den Regengüssen sowie Blitz und Donner passiert es immer wieder. Die Schauer und Gewitter drücken die intensiven Winde aus der höheren Atmosphäre bis herunter an den Boden.
Im Winter oder im frühen Frühling ist das nicht unbedingt problematisch. Aber jetzt, da sich die Natur und die Blätter an den Bäumen voll entwickelt haben, ist die Gemengelage eine ganz andere.
Die starken bis stürmischen Böen der Stärke 6 bis 8 oder die vollen Sturmböen mit Stärke 9 oder mehr treffen auf eine enorme Angriffsfläche und reißen selbst dicke Äste oder ganze Bäume nieder. Den sogenannten Windbruch, durch den in diesen Tagen im Umfeld der Wälder und Bäume Lebensgefahr bestehen kann.
Regenradar Deutschland - Schauer- und Gewitterböen im Blick
Unwettercheck im Überblick
- Der Mai zeigt sich derzeit unbeständig mit Regen, Gewittern, Sturm und Hagel.
- Norman, Peter und Ole beeinflussen unser Wetter, während Hoch Vanessa im Süden für kurzfristige Wetterverbesserungen sorgt.
- Ansonsten sind teils schon starke bis stürmische Böen sowie teilweise ergiebiger Regen zu erwarten.
- Erhöhte Unwettergefahr am Mittwoch - Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen sind möglich, mit einem erhöhten Risiko für Tornados.
- Die Kombination aus starken Winden und voll entwickelten Bäumen erhöht die Gefahr von Windbruch und damit verbundener Lebensgefahr in Wäldern.