Wetterlexikon: Wolkennamen

Wetterlexikon: Wolkennamen
Wolken sind das sichtbare Kondensationsprodukt des Wasserdampfs. © dpa, Patrick Pleul

Was sind Wolkennamen?

Wolkennamen bzw. Wolkenklassifikationen definieren Wolken nach Höhe, vertikaler Ausdehnung und Bildungsort. Dabei folgt die heute gebräuchliche Klassifizierung der Einteilung des englischen Hobbymeteorologen L. Howard von 1802. Howard legte die biologische Klassifizierung zugrunde und teilte Wolken in Familien, Gattungen, Arten und Unterarten ein. Die Wolkenfamilien werden ihrer Höhe nach unterschieden. Hoch liegende Wolken heißen Cirro, mittelhohe Wolken Alto, niedrige Wolken Strato. Wolken mit einer Ausdehnung über mehrere Schichten heißen Nimbo.

„Altocumulus stratiformis perlucidus“ oder einfach Schäfchenwolken

Es gibt dabei jeweils zwei Gattungen: Haufenwolken werden Cumulus genannt, schichtförmige Wolken Stratuswolken. In der Cirro-Familie gibt es zusätzlich Cirrus-Schleierwolken, in der Strato-Familie kann eine Mischform, die Stratocumulus, auftreten.

Insgesamt existieren zehn Gattungsnamen. Diese werden mit verschiedenen Formbeschreibungen ergänzt. So lautet die Bezeichnung für eine schichtförmige Wolke etwa stratiformis, für eine fetzenartige Wolke fractus. Im Zusammenspiel mit weiteren Bezeichnungen für die Unterarten ergeben sich genaue Beschreibungen für individuelle Wolkenformationen. Altocumulus stratiformis perlucidus ist beispielsweise die korrekte Bezeichnung für sogenannte Schäfchenwolken.