Wetterlexikon: Tropensturm

Was ist ein Tropensturm?

Ein Tropensturm ist ein tropischer Wirbelsturm, der in den Tropen und Subtropen entsteht und Windgeschwindigkeiten von über 300 km/h erreicht. Er hat oft einen kilometerweiten Durchmesser und richtet zum Teil erhebliche Schäden an. Seine Fortbewegung ist mit 15-30 km/h eher langsam. Die ablenkende Kraft der Erdrotation, die sogenannte Corioliskraft, lässt ihn zyklonal rotieren, was bedeutet, dass sich Tropenstürme auf der Nordhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel im Uhrzeigersinn drehen. Durch diese Drehung werden die typischen, spiralförmigen Wolkenbänder erzeugt.

Hurrikan, Taifin und Zykkon

Gattungen von Tropenstürmen sind der Hurrikan (Atlantik, Nordpazifik und Südpazifik), der Taifun (Ost – und Südostasien) und der Zyklon (Indischer Ozean und Südlicher Pazifischer Ozean).
Ein tropischer Wirbelsturm entsteht, wenn die Wassertemperatur in einer Zone zwischen südlichem und nördlichem 30. Breitengrad günstig ist. Das Äquatorgebiet ist aufgrund der benötigten Drehbewegungen, die erst am dem 5. Breitengrad möglich sind, als Entstehungsort für Tropenstürme nahezu ausgeschlossen.