In der Stadt herrscht ein anders Klima als auf dem Land

Wetterlexikon: Stadtklima

Wetterlexikon: Stadtklima
Wege die Überwärmung in den Städten zu reduzieren. © dwd

Was ist das Stadtklima?

Das Stadtklima bezeichnet gegenüber dem Umland ein verändertes Lokalklima in den Städten und Ballungsräumen, das aus der Bebauung sowie den anthropogenen Emissionen wie Luftschadstoffen oder Abwärme resultiert.

Das Stadtklima kann gesundheitliche Schäden verursachen

Das Stadtklima ist besonders durch die verschiedenen Eigenschaften von Baustoffen gekennzeichnet, beispielsweise in Bezug auf die Speicherung der Wärme, die Reflexion der Sonnenstrahlung, die starke Versiegelung des Bodens, die fehlende Vegetation und die hohe aerodynamische Rauheit, die zur geringen Windgeschwindigkeit führt.

Das Mikroklima ist aufgrund der vielfältigen Landnutzungen und Bebauungsstrukturen durch eine hohe räumliche Variabilität geprägt. Zwischen Gebäuden beispielsweise sind lokal viel höhere Windgeschwindigkeiten und Turbulenzintensitäten möglich. Zudem führen die hohe Aerosolkonzentration sowie die stärkere Konvektion zu einer veränderten Niederschlagsverteilung und einer verstärkten Niederschlagsbildung in der Stadt.

Das Bioklima kann in der Stadt aufgrund der schlechten Luftqualität und der erhöhten Wärmebelastung im Gegensatz zum Umland erheblich verschlechtert sein. Diesen Problemen kann mit einem erhöhten Grünflächenanteil sowie einer verbesserten Durchlüftung entgegengewirkt werden.