Wetterlexikon: Bioklima

Drachensteigen am Nordseestrand.
Sonne, Salzwasser und Wind: Das Klima an der See fordert den Organismus. © picture alliance / Winfried Roth, Winfried Rothermel, wro rf

Was ist ein Bioklima?

Das Bioklima bezeichnet die Gesamtheit aller Witterungsbedingungen und wetterbedingten Einflüsse auf den Körper. Dabei werden verschiedene Wirkkategorien unterschieden. Auf thermischer Ebene werden alle Einflüsse beschrieben, die für den Wärmeaustausch zwischen Mensch und Umwelt verantwortlich sind. Dazu gehören Temperatur, Luftfeuchte, Strahlung und Windgeschwindigkeit. Wenn der Austausch ausbalanciert ist, empfindet der Mensch ein Wohlbefinden. Im aktinischen Komplex sind Komponenten versammelt, die im Zusammenhang mit der Sonneneinstrahlung stehen. Dabei reichen die Wirkungen vom heilenden Effekt der Infrarotstrahlung bis zum schädigenden der UV-Strahlung auf den Körper.

Reizklima und Schonklima

Mit der Lufthygiene wird die Reinheit der Atemluft beziffert. Abwehrreaktionen durch Pollenbelastung sind hier ebenso bezeichnet wie die positive Wirkung von salziger Meeres- oder frischer Waldluft.

Besondere bioklimatische Bedingungen werden aufgrund ihres ganzheitlichen Effektes als Therapieform eingesetzt. Aktivierende klimatische Bedingungen werden als Reizklima, beruhigende Bedingungen als Schonklima verwendet. Aufgrund der dichten Bebauung und den daraus resultierenden Bedingungen sind Stadtgebiete bioklimatisch meist problematischer als ländliche See- oder Gebirgsgebiete.