Southern Oscillation Index

Wetterlexikon: SOI

Wetterlexikon: SOI
Der SOI berechnet die relative Stärke oder Schwäche der Passatwinde über dem Pazifischen Ozean. © picture alliance / Wolfram Kastl, Wolfram Kastl, wok rf

Was bedeutet SOI?

SOI ist die Abkürzung für Southern Oscillation Index, also Südlicher Oszillations-Index. Als Southern Oscillation wird von dem britischen Physiker und Meteorologen Gilbert Walker zunächst der Luftmassenaustausch zwischen dem Indischen Ozean und dem Pazifik bezeichnet.

Negative Werte des SOI sind Indikatoren für eine Erwärmung

Der Ostpazifik ist im Gegensatz zum Indischen Ozean relativ kalt. Mit Hilfe des Humboldtstroms an der Westküste Südamerikas bis zum Äquator entsteht ein Hochdruckgebiet. Der Indische Ozean ist am Äquator relativ warm und bildet demnach eher ein Tiefdruckgebiet aus.

Der SOI berechnet nun die relative Stärke oder Schwäche der Passatwinde über dem Pazifischen Ozean. Negative Werte des SOI sind Indikatoren für eine Erwärmung, den sogenannten El Niño; positive Werte sind dagegen Indikatoren für Abkühlungen des Ozeans, die sogenannte La Niña. Errechnet wird der SOI aus der Differenz des Luftdrucks auf Tahiti und im australischen Darwin. Dabei werden Mittel aus Messungen über längere Zeitperioden hinweg gebildet.