Die Eigenstrahlung eines Körpers

Wetterlexikon: Nettostrahlung

Wetterlexikon: Nettostrahlung
Die Nettostrahlung ist in den Tropen am höchsten und wird zu den Polen geringer. © obs, Ndr

Was ist eine Nettostrahlung?

Als Nettostrahlung bezeichnet man den rechnerischen Wert der Eigenstrahlung eines beliebigen Körpers. Sie lässt sich nur dann errechnen, wenn der Körper zusätzlich bestrahlt wird, da sich in einer physikalischen Messung, z. B. von Wärmestrahlen, nicht zwischen Eigenstrahlung und Reflexion unterscheiden lässt.

Über dem Meer ist die Nettostrahlung größer als über Land

Eine wichtige Rolle spielt die Nettostrahlung bei der Untersuchung des Strahlungshaushalts der Erde. Sie ist in den Tropen am höchsten und wird zu den Polen geringer. Über dem Meer ist die Nettostrahlung größer als über Land, weil Meeresflächen einerseits mehr Globalstrahlung absorbieren, andererseits die Gegenstrahlung oberhalb dieser aufgrund des höheren Gehalts von Wasserdampf in der Luft, in Form von Wolken, größer ist.

Abhängig davon, ob die effektive Ausstrahlung (Differenz aus der Ausstrahlung der Erdoberfläche und der Gegenstrahlung) oder die absorbierte Globalstrahlung (Summe aus kurz- und langwelliger Strahlung, die die Atmosphäre absorbiert) überwiegt, kann die Nettostrahlung sowohl positive als auch negative Werte annehmen.