Die Abgabe von Wärme an den Weltraum

Wetterlexikon: Ausstrahlung

Königswinkel unter Sternenhimmel
In einer sternenklaren Nacht ist es kälter als in einer bewölkten. Die Ausstrahlung ist dann größer. Wie hier am Forggensee in Bayern. © picture alliance / dpa, Karl-Josef Hildenbrand, kjh pzi olg

Was ist eine Ausstrahlung?

Als Ausstrahlung wird in der Meteorologie die Abgabe von Wärme der Erdoberfläche und der Atmosphäre an den Weltraum bezeichnet. Sie hängt mit der Erde und der absorbierten Sonnenenergie zusammen. Die kurzen Wellen der solaren Strahlung werden von der Ozonschicht abgehalten und bleiben auf der Erdoberfläche.

Wolken vermindern die Ausstrahlung

Da nicht nur die Erde über Ausstrahlung verfügt, sondern auch andere Planeten, sorgt die atmosphärische Gegenstrahlung für eine Minderung der erdeigenen Ausstrahlung. Aus der Differenz dieser beiden Strahlungseinflüsse lässt sich die effektive Ausstrahlung berechnen.

Die Abgabe der Wärme an den Weltraum sorgt für eine Abkühlung der Erdoberfläche. Da die Ozonschicht immer dünner wird, kommen mehr Strahlen von der Erde ins Weltall, wodurch die Erde immer kühler wird. Auch in der Nacht kommt es zu Ausstrahlung. Durch Wolken kann die nächtliche Abkühlung deutlich vermindert werden. Bei trockener und klarer Luft ist die Ausstrahlung am größten, weshalb klare Nächte kühler sind als bedeckte.