Die Wärmestrahlung von der Erdatmosphäre zur Erdoberfläche

Wetterlexikon: Gegenstrahlung

Wetterlexikon: Gegenstrahlung

Was ist eine Gegenstrahlung?

Die atmosphärische Gegenstrahlung ist eine Wärmestrahlung von der Erdatmosphäre zur Erdoberfläche. Sie entsteht dadurch, dass langwellige Strahlung, die Ausstrahlung der Erde, in der Atmosphäre absorbiert und als Wärme zurückgestrahlt wird. Der zur Erdoberfläche gerichtete Teil verläuft in umgekehrter Richtung und wird daher als Gegenstrahlung bezeichnet.

Die Gegenstrahlung ist fast fast doppelt so wie die Sonneneinstrahlung

Die Gegenstrahlung ist ein wichtiges Element der Strahlungsbilanz von Erde und Atmosphäre. Der Wert der Sonneneinstrahlung beträgt im langjährigen globalen Mittel nur 175 Watt pro Quadratmeter (W/m²), während die Gegenstrahlung mit 300 W/m² fast doppelt so viel ausmacht. Einem Strahlungsgewinn von zusammen 475 W/m² steht eine Wärmeleistung von 373 W/m² gegenüber. Die überschüssige Energie wird durch Konvektion und Verdunstung an die Atmosphäre abgegeben.

Dank des natürlichen Treibhauseffektes bleibt die Energiebilanz bei konstanter Oberflächentemperatur ausgeglichen. Im Gegensatz zu diesem notwendigen Ausgleich bezieht sich die Diskussion um die globale Erwärmung auf eine durch den Menschen verursachte Verstärkung des Treibhauseffektes.