Evapotranspiration bezeichnet in der Meteorologie die Summe aus Transpiration und Evaporation

Wetterlexikon: Evapotranspiration

Zottiges Habichtskraut
Das Zottige Habichtskraut hat ein dichtes Haarkleid, das die Verdunstung herabsetzt. Dies ist eine Anpassung an die Trockenheit seines Standorts. © picture alliance / WILDLIFE, WILDLIFE/R.Hoelzl, R.Hoelzl/WILDLIFE

Was ist die Evapotranspiration?

Die Evapotranspiration bezeichnet die Gesamtverdunstung der natürlich bewachsenen Bodenoberfläche. Hierfür wird zum einen die Verdunstung der unbewachsenen Bodenoberfläche, Evaporation genannt, zum anderen die Verdunstung von Wasser aus der Pflanzen- und Tierwelt, die Transpiration, aufsummiert. Die Evapotranspiration kann als Gegenteil von Niederschlag bezeichnet werden. Während beim Niederschlag Wasser aus der Atmosphäre zur Erde gelangt, wird bei der Evapotranspiration Wasser in die Atmosphäre abgegeben.

Evapotranspirationswert ist für Gartenbau und Landwirtschaft von großer Bedeutung

Mit Hilfe von sogenannten Lysimetern wird der Evapotranspirationswert ermittelt, der vor allem für Gartenbau und Landwirtschaft von Bedeutung ist. Aber auch in der Hydrologie findet der Wert Verwendung. Die Verdunstungsrate, die in mm/d gemessen wird, unterliegt natürlich Einflussfaktoren. So spielen die Windgeschwindigkeit, die Luftfeuchte und die Erdwärme eine Rolle. Auch Strahlungsquellen wie die Sonne beeinflussen mit ihrer Energie die Temperatur und damit den Verdunstungswert. Mit Verfahren wie der Haude-Formel oder der Penman-Monteith-Formel wird versucht, den Wert möglichst genau zu bestimmen.