Verdunstung von Wasser auf unbewachsenen bzw. freien Land- oder Wasserflächen

Wetterlexikon: Evaporation

Wetterlexikon: Evaporation
Die Evaporation hängt von drei Faktoren ab: der Sonnenstrahlung oder Erdwärme, der Windgeschwindigkeit und der bereits vorhandenen Luftfeuchtigkeit. © picture alliance / ZUMAPRESS.com, Ana Fernandez, ZEUS

Was ist eine Evaporation?

Evaporation bezeichnet den Prozess der Verdunstung von Wasser auf freien Wasser- oder Landflächen. Die Evaporation hängt maßgeblich von drei Faktoren ab: der Sonnenstrahlung oder Erdwärme, die die Energie für die Verdunstung liefert, der Windgeschwindigkeit und der bereits vorhandenen Luftfeuchtigkeit. Die Verdunstungsrate kann näherungsweise mit der sogenannten Penman-Formel berechnet werden.

Evaporation und Niederschlagsmenge sind ausschlaggebend für die Ausbildung bestimmter Klimazonen

Das Verhältnis zwischen der Evaporation und den Niederschlägen in einem Gebiet bestimmt das Klima. In ariden (trockenen) Gebieten ist die Verdunstung größer als die Niederschläge. In humiden (feuchten) Gebieten ist die Verdunstung geringer als die Niederschläge, dadurch ergibt sich hier eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Bei der Einteilung in aride und trockene Klimazonen definiert man außerdem verschiedene Zwischenstufen (semiarid, semihumid, vollhumid). Beispielsweise sind in einem vollhumiden Klima alle Monate feucht, in einer semihumiden Klimazone sind es nur sechs bis neun Monate im Jahr. Evaporation und Niederschlagsmenge sind also ausschlaggebend für die Ausbildung bestimmter Klimazonen.