Wenn der Niederschlag im langjährigen Mittel sehr viel kleiner ist als die Verdunstung

Wetterlexikon: Aridität

Was ist Aridität?

Ein Sandfeld auf dem Hochplateau des Gilf Kebir im Abendlicht.
Die extremste Ausformung des ariden Klimas ist die Wüste.

Aridität bzw. arides Klima ist die wissenschaftliche Bezeichnung für sehr trockene Klimazonen, in denen der Niederschlag im langjährigen Mittel sehr viel kleiner ist als die Verdunstung. Die extremste Ausformung dieses Klimas ist die Wüste. In sogenannten vollariden Zonen ist der Niederschlag das ganze Jahr über äußerst gering und liegt stets unter der Verdunstung. In semiariden Gebieten gilt dieses Verhältnis für sechs bis neun Monate. Aride Zonen sind dabei nicht nur im subtropischen Gürtel zu finden, sondern auch im Hochgebirge oder am Polarkreis.

Wüsten-, Savannen-, Tundren- und Eisklima

Trockenklimate werden je nach Lage in Wüsten-, Savannen-, Tundren- und Eisklima unterteilt. In diesen Gebieten trocknen Flüsse sehr schnell aus oder enden in Salzpfannen und Seen ohne Zugang zum Meer. Ein Beispiel ist der Aralsee, dessen zunehmende Verdunstung durch ein Ansteigen der Aridität des Gebietes keine guten Aussichten für das Ökosystem bietet. Trotz anhaltender Aridität ist ein solches Gebiet nämlich reich an speziell angepasster Flora und Fauna.