Sternschnuppen und andere Highlights am Mai-Himmel

Eta-Aquariiden, Wonnemond und Merkur - ein Blick nach oben lohnt sich!

Kleiner Merkur steht im Blickpunkt

Der Höhepunkt der Eta-Aquariiden ist da. Doch wie gut werden wir die Sternschnuppen am Nachthimmel sehen können? Neben dem Meteorstrom steht mit dem Merkur, der kleinste Planet unseres Sonnensystems am Mai-Himmel im Mittelpunkt. Er ist ebenfalls besonders gut zu sehen. Und es erwarten uns noch weitere Highlights, wie der Supermond am Nachthimmel am Ende des Monats.

Wenn Sie wissen wohlen wie sternenklar die Nacht in Deutschland wird und ob Lichtverschmutzung die Sicht beeinträchtigt, schauen Sie doch einfach auf unsere Karte.

Im Video: So schien der Supermond im April.

Aquariiden-Sternschnuppen: Im Süden bestehen gute Chancen für einen Blick

Sternschnuppen am Nachthimmel, die Eta-Aquariiden sind unglaublich schön.
Sternschnuppenschauer sind eines der Highlights am Mai-Himmel. Dieses Mal sind die Eta-Aquariiden dran. © iStockphoto, SKY2014

Eine der Hauptattraktionen im Mai sind die Eta-Aquariiden (auch Mai-Aquariiden), die so gut wie den ganzen Monat am Himmel zu sehen sind. Sie sind bereits seit dem 19. April zu beobachten und erreichen ihr Maximum am 5. und 6. Mai und enden am 28. Mai. Auch wenn die Chancen, sie zu sehen, in südlichen Gefilden besser sind, so kann man doch rund 10 bis 15 pro Stunde entdecken.

RTL-Meteorologe Carlo Pfaff sieht das mit den Chancen allerdings skeptisch : „In der Nacht zum Freitag hin sieht es weniger gut aus, weil der Himmel wolkenverhangen ist. Noch am ehesten ist es in der zweiten Nachthälfte im Westen – von der Eifel bis zum Emsland – möglich die Sterne zu sehen. Mit viel Glück ist Anfang der Nacht auch an der Ostsee die ein oder andere Wolkenlücke dabei.“

Die Aquariiden sind schnelle Meteore mit Eindringgeschwindigkeiten um die 210.000 Kilometer pro Stunde, weshalb sie lange Leuchtspuren hinterlassen. Die beste Beobachtungszeit ist am Morgen ab drei Uhr. Die Aquariiden sind Bruchstücke der Halleyschen Kometen.

Merkur ist im Mai der Hauptdarsteller

Merkur ist im Mai gut am Nachthimmel zu beobachten.
Merkur ist der kleinste der acht Planeten unseres Sonnensystems. © deutsche presse agentur

Der sonnennahe und flinke Planet Merkur zeigt sich in der ersten Maihälfte am Abendhimmel. Der kleinste der acht Planeten unseres Sonnensystems ist meist schwierig zu beobachten. Nur wenige Tage im Jahr kann man den Benjamin der Planeten entweder in der Abenddämmerung knapp über dem Westhorizont oder morgens vor Sonnenaufgang tief am Osthimmel erspähen.

Zu Monatsbeginn geht Merkur gegen 22 Uhr unter. Bis 10. Mai verzögern sich Merkuruntergänge um eine Stunde. Jeweils zwanzig Minuten vorher verblasst Merkur in den horizontnahen Dunstschichten. Etwa eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang wird Merkur knapp über dem Westhorizont sichtbar. Die günstigste Zeitspanne, um Merkur zu sehen, ist die Woche vom 7. bis 15. Mai.

Hier sind Venus, Mars, Saturn und Jupiter im Mai zu sehen

Der Sternenhimmel im Mai hat einige Highlights zu bieten.
Der Sternenhimmel hat im Mai einiges zu bieten. © picture alliance / Franz Pritz /, Franz Pritz

Venus beginnt Mitte Mai ihre Abendsternperiode. Zu Monatsanfang geht Venus gegen halb zehn Uhr abends im Nordwesten unter. Ende Mai liegen ihre Untergänge bei 22.45 Uhr. Allerdings geht auch die Sonne immer später unter. Etwa eine Viertelstunde nach Sonnenuntergang zeigt sich Venus knapp über dem Nordwesthorizont.

Mars kann in der ersten Nachthälfte gesehen werden. Der rötlich-gelbe Wüstenplanet wandert durch das Sternbild Zwillinge. Ende Mai geht er kurz vor Mitternacht weit im Nordwesten unter. Auffällig ist Mars nicht mehr, da seine Helligkeit abnimmt, so dass er zum Monatsende nur wenig heller ist als der Polarstern.

Jupiter wird zum Planeten der zweiten Nachthälfte. Geht er Anfang Mai um 3.45 Uhr auf, so erscheint er zu Monatsende fast zwei Stunden früher am Südosthimmel.

Saturn im Sternbild Steinbock kann ebenfalls in der zweiten Nachthälfte gesehen werden. Der Ringplanet geht immer früher auf. Anfang Mai erscheint er kurz nach 3.00 Uhr am südöstlichen Firmament, zu Monatsende bereits eine Viertelstunde nach Mitternacht.

Wonnemond gleichzeig ein Supermond

Am 26. Mai gibt es einen Vollmond. Dieser ist gleichzeitig ein Supermond.
Der Vollmond erscheint am 26. Mai und ist gleichzeitig ein Supermond. © dpa, Patrick Pleul, ppl wst

Ein weiteres Highlight wird der Vollmond im Mai darstellen. Er wird auch Wonnemond, Blumenmond oder Milchmond genannt.

Am 26. scheint um 13.14 Uhr der Vollmond. Dabei wandert der Mond von 11.45 bis 14.53 Uhr durch den Kernschatten der Erde und in Nord- und Südamerika kann eine totale Mondfinsternis beobachtet werden. Zu dieser Zeit befindet sich der Mond in Mitteleuropa unter dem Horizont, weshalb das Schattenspiel hier nicht zu beobachten ist.

Am Abend des 26. sieht man den Vollmond im Sternbild des Skorpions. Der Wonnemond ist auch gleichzeitig ein Supermond, denn er kommt uns sehr nah und erscheint größer. Der Mond passiert frühmorgens seinen erdnächsten Bahnpunkt, dabei trennen ihn nur 357.310 Kilometer von uns. Das Zusammenfallen von Vollmond und Erdnähe kann wieder zu Springfluten mit erhöhtem Tidenhub führen.

Die Neumondphase tritt am 11. Mai um 21 Uhr ein. Um Mitternacht erreicht der Mond an diesem Tag mit 406.510 Kilometer seine erdfernste Position. (dpa/kfb)

Die Mondnamen in der Übersicht

  • Januar: Hartmond, Wolfsmond, Eismond
  • Februar: Hornung, Schneemond
  • März: Zuckermond, Lenzmond, Wurmmond, Sirupmond
  • April: Ostermond, Grasmond, Pink Moon (Rosa Mond)
  • Mai: Blumenmond, Wonnemond, Milchmond
  • Juni: Erdbeermond, Honigmond, Rosenmond, Brachmond
  • Juli: Heumond, Donnermond, Bockmond, Sonnenmond
  • August: Erntemond, Fruchtmond, Roter Mond
  • September: Herbstmond, Engelmond, Maismond, Jagdmond
  • Oktober: Weinmond, Blutmond, Reisemond, Sterbender Mond
  • November: Nebelmond, Bibermond, Frostmond, Trauermond
  • Dezember: Kalter Mond, Julmond, Heilmond
  • Möglicher zweiter Vollmond innerhalb eines Monats: Blue Moon (Blauer Mond)

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