Meeresschnee ist eine feine Sache

Wie Plankton uns in der Klimakrise hilft

von Claudia Träger und Bernd Fuchs

Meeresschnee klingt hübsch, ist aber die Bezeichnung für eine recht schleimige Masse, die in allen Meeren vorkommt und hauptsächlich aus den Ausscheidungen von Plankton besteht. Darin ist eine Menge CO2 gebunden, die das Plankton vorher aus der Luft aufgenommen hat. Am Meeresboden wird es am Ende klimafreundlich gelagert. Mit einem Trick soll die Produktion des Meeresschaums gesteigert werden. Bernd Fuchs erklärt es Ihnen im Klima-Update.

Mögliche Lösungsansätze in der Klimakrise

Es gibt eine Vielzahl von mehr oder weniger vielversprechenden Ideen, die helfen können, die Klimakrise abzufedern. Es gibt – noch – nicht das eine Allheilmittel, aber viele kleine Bausteine, die dazu beitragen könnten, entweder CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen oder auch gar nicht erst entstehen zu lassen. Hier fünf Beispiele.

Sonnenenergie mit Solarzaun

Ein Problem der Sonnenenergie ist, dass sie nicht gleichmäßig Strom liefern kann. Nachts gibt es gar keine Stromausbeute und einen Peak in der Mittagszeit, wenn die Sonne am stärksten auf die nach Süden hin ausgerichteten und geneigten Solarpaneele brennt. Ersteres kann auch der Ansatz der „Solarzäune“ nicht ändern, zweiteres schon. Denn die senkrecht aufgestellten Module nutzen die Sonne morgens von Osten und abends von Westen. Und sie haben noch mehr Vorteile als die üblichen Solarparks.


Algenfarmen in der Wüste

Wie im heutigen Beispiel des Klima-Updates nutzen auch Algenfarmen die CO2-Speicherkapazitäten vom Meer und seinen Pflanzen. In der Wüste von Marokko steht eine solche Anlage, die Solarstrom und Schwerkraft nutzt, um in großen Becken wie in einer Suppe Algen umzuwälzen, damit sie schnell und üppig wachsen. Die Forscherinnen und Forscher haben auch Vorschläge, wie die Algen genutzt werden können.

Windstangen statt Windräder

Windernergie ist eine tolle Sache, aber die dazugehörigen Windräder sind oft eine Belastung für Anwohnerinnen und Anwohner durch den immer wiederkehrenden Schattenwurf und Lärm. Lebensgefährlich für Vögel sind sie zudem. Ein spanisches Unternehmen setzt daher auf Windräder ohne Rotor, quasi Windstangen. Allerdings können auch sie wie ihre rotierenden Geschwister intakte Naturlandschaften zerstören. Wie sie funktionieren, erklärt Bernd Fuchs in einer anderen Klima Update Folge.

Schiffe mit Akku

Schiffe fahren heutzutage meist mit Schweröl. Aber auch wenn sie pro transportierter Tonne und Kilometer im Vergleich zum Transport mit Lkw relativ wenig Kohlendioxid (CO2)-Emissionen verursachen, sind sie wahre Dreckschleudern: Sie emittieren große Mengen von Schwefeloxiden, Feinstaub, Stickoxiden und Ruß. Wie wäre es also mit Elketro-Schiffen und Ladesationen auf hoher See?Die Forschungen laufen auf Hochtouren.


CO2 im Boden speichern

CO2 einsparen ist gut, wird aber nicht reichen, um den Klimawandel aufzuhalten. Es sind andere Lösungen gefragt, die das CO2 wieder aus der Atmosphäre herausbekommen. Hier auf Pflanzen und den natürlichen Vorgang der Photosynthese zu setzen ist die eine Sache, eine andere, das Kohlendioxid aus der Luft zu trennen und irgendwo auf Dauer zu speichern. CSS – Carbon Capture and Storage – heißt dieses Verfahren. Es hat allerdings so seine Nachteile.

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(bfu, ctr)