Rutsch und flutsch geht weiter
Vorsicht: Drei Glatteilagen in nur einer Woche!

Wieder droht heftiges Glatteis, wenn nicht sogar bald ein erneutes Glätte-Unwetter in Teilen Deutschlands. Bei gleich drei Wetterlage mit gefrierendem Regen in nur einer Woche, bekommen sehr viele von uns etwas ab.
Lage 1: Gefrierender Regen und Schnee zieht jetzt von Südwest nach Nord
Die erste Glättelage ist am Dienstag bereits in vollem Gange. In der Nacht haben uns von Südwesten Regenfälle erreicht, die zunächst von Baden-Württemberg bis Nordrhein-Westfalen örtlich gefroren sind. Später in der Mitte: Regen, gefrierender Rege, Schnee.
In der Nacht zu Mittwoch geht das Ganze weiter. Gegen Mitternacht reicht die Front von Nord-NRW und Süd-Niedersachen über Nord-Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt bis in die Lausitz von Sachsen und Brandenburg. Am Nordrand dieses Streifens fällt meist Schnee, am Südrand geht das Ganze aber in Regen über, der teils gefriert.

Die Front wandert dann weiter nordwärts und reicht am Vormittag von der Nordsee bis Berlin – weiterhin mit einem gefährlichen Mix aus Schnee und gefrierendem Regen. Im Laufe des Tages zieht die Front langsam nach Norden ab und wird schwächer. Im Extremfall kann es aber in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern bis weit in den Abend noch neues Glatteis geben.
Lage 2: Neues Glätteunwetter am Donnerstag im Osten
Während im Norden die letzten Reste der alten Glätte-Wetterlage abziehen, pirscht sich von Südosten ein neues Tief an. Ähnlich wie beim Glätteunwetter am 26. Januar im Osten Deutschlands, erreicht uns das Tief mit einem Hauch feuchtmilder Mittelmeerluft in der Nacht.

Wahrscheinlich geht es noch vor Mittenacht im Dreiländereck Bayern-Sachsen-Thüringen los mit gefrierenden Regen. Recht schnell breitet sich das Ganze bis nach Nord-Hessen, eventuell sogar Ostwestfalen, Süd-Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin aus. Teils geht der Niederschlag in Schnee über, in der Regel bleibt es aber beim gefrierenden Regen oder Eisregen – über Stunden!

Dem Ostend droht also das nächste Glatteis-Unwetter zum Berufsverkehr für weite Teile Norddeutschlands und besonders für den gesamten Osten. Der gefrierende Regen könnte sich in Berlin bis in die Mittagsstunden halten, teils aber auch in Schnee übergehen. Von Niedersachsen bis zur Ostsee bleibt es wohl erstmal beim Schneefall. Wie viel davon am Abend noch übrig bleibt, ist unklar, auch hinsichtlich Glatteisregen im Osten.
Lage 3: Glatteis zum Wochenende quer über Deutschland
Wer jetzt denkt: „Damit müsste die Eisluft im Nordosten doch mal verdrängt werden!“, der irrt leider. Ja, die ganz schlimme Kälte ist vorerst weg, aber der Frost bleibt am Morgen, vielleicht auch am Tag. Und so kommt es, wie es kommen muss: Am Samstag ziehen von Südwesten neue Regenfälle gen Nordosten und gefrieren – ja, schon wieder.
Wo und wann? Wahrscheinlich wird es in der Nacht von Freitag zu Samstag örtlich, nicht überall, von Niedersachsen bis Bayern spiegelglatt. Zum frühen Morgen könnten auch Schleswig-Holstein, Hamburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen dran sein. Danach rutscht die Front weiter nordöstlich. Wie viel gefrierender Regen oder Schnee dann dabei ist, müssen wir noch abwarten.

„Aber dann ist Schluss mit der Kälte!“ Nein, wahrscheinlich auch dann nicht. Aus Nordosten drückt wohl noch am Sonntag die Kaltluft zurück. Aus Regen wird Schnee, aus Plusgraden im Nordosten wieder Dauerfrost. Und auch in der Mittelfrist könnte die Kälte schnell wieder und wieder zurückkommen. Wir können also gespannt sein, wie viele dieser Glätterunden wir noch drehen müssen.
Verwendete Quellen: wetter.de