Kältepole bis unter -30 Grad

Winter und kein Ende - hier bibbert Europa am meisten

von Björn Alexander

Nicht nur hierzulande ist es zum Teil bitterkalt. Auch im Norden unseres Kontinents ist der Winter eisig - und das dürfte im Februar vorerst einmal so bleiben.

Die Ausgangslage: Winter, Winter und nochmal Winter

Während sich über Deutschland die Grenze zwischen der eisigen Kälte im Norden und den feucht-milden Tiefs über dem Atlantik manifestiert hat, zeigt sich der Winter im Norden unseres Kontinents sowie im Ostseeumfeld bis nach Russland in diesen Tagen und Wochen extrem heftig. Zum Teil sind Schneemassen niedergegangen wie seit Langem nicht mehr und die Temperaturen verweilen dauerhaft im Bereich um oder unter -20 Grad.

Kältepol aktuell in Schweden

Seit Wochen ist es in Nord- und Osteuropa bitterkalt. Temperaturen um oder unter -25 Grad findet man derzeit von Zentralrussland über Belarus bis Masuren und in die nördliche Ukraine sowie auch in Teilen Skandinaviens. „Am kältesten ist es in Gielas in der schwedischen Provinz Västerbottens län mit -34 Grad”, erläutert Meteorologe Oliver Klein. Ein Ende der Kälte ist kaum in Sicht, wie der Blick auf die Prognosen zeigt.

Februar-Trend: Nordische Kälte reicht bis nach Deutschland

Tiefstwerte Europa
Kälte und kein Ende - die eisigsten Temperaturen finden sich zur Monatsmitte in Skandinavien und im Bereich der Alpen.

Der Polarwirbel könnte erneut ins Straucheln geraten. Das zeigt uns nicht nur die kurz- und mittelfristige Entwicklung der klassischen Wettermodelle, die den Kältepol im Norden halten. Die experimentelle Langfristvorhersage bewertet den gesamten Februar im Norden unseres Kontinents bis in den Norden und den Osten Deutschlands ebenso deutlich zu kalt.

Teils enorme Schneemengen

Neben den arktischen Temperaturen hat es in Teilen von Nord- und Osteuropa bis nach Russland so heftig geschneit, wie schon lange nicht mehr. Die Schneehöhe beträgt gebietsweise über 50 Zentimeter. In Moskau fiel beispielsweise letzte Woche innerhalb von 24 Stunden mit knapp 60 Zentimetern so viel Schnee wie seit 200 Jahren nicht mehr. In Saransk - 650 km südöstlich von Moskau zur Wolganiederung hin gelegen - sind sogar knapp über 1 Meter Schnee zusammengekommen.

Verwendete Quellen: wetter.de