Ja, es nervt…

Neue Glatteislage: Diese Woche sind fast alle dran!

von Paul Heger

12.01.2024, Berlin: Eine dünne Eisschicht liegt am Morgen auf einem Fahrradweg, während im Hintergrund Autos über eine vereiste Straße fahren. Foto: Monika Skolimowska/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Immer wieder Glätte. Da sind gute Nerven gefragt.

Wieder Glatteis durch gefrierenden Regen und co. Auch neuer Schnee wird Deutschland in dieser Woche erreichen. Der Winter lässt nicht locker. Wir schauen auf die gefährlichsten Zeiten und Regionen.

Erste kritische Glättephase von Dienstag bis Mittwoch

Schon am Montag schlidderten einige vom Nordwesten bis in den Süden wieder durch die Gegend. Und klar: Im tiefgefrorenen Nordosten hört die Glätte ja quasi gar nicht mehr auf. Am Dienstag versucht von Südwesten eine neue Front nach Deutschland voranzukommen – mit Regen, Schnee und gefrierendem Regen.

Am Dienstagmorgen sollte man besonders von der Eifel über die Täler und Mulden der südwestlichen Regionen bis zur oberen Donau hinsichtlich gefrierender Regen aufpassen. Im Laufe des Tages kommt die Front nach Norden und Nordosten voran. Vorsicht dann grob von Nordrhein-Westfalen bis nach Sachsen und Franken. Von Ostwestfalen über Hessen bis Thüringen ist aber eher Schnee als gefrierender Regen dabei.

In der Nacht zu Mittwoch rutscht die Front weiter nach Norden, wobei es von Niedersachsen bis zur Oder erst etwas Schnee gibt. Später, eventuell genau zum Berufsverkehr, könnte der Schnee in gefrierenden Regen übergehen. Im Fokus ist aus aktueller Sicht besonders Niedersachsen, aber auch Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg können gefrierenden Regen bekommen. Im Weiteren Tagesverlauf sind dann auch Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit in der Glätteverlosung.

Wettertrend für den 4. bis 6. Februar 2026
Im Nordosten bleibt es eisig, von Südwesten kommt milde Regenluft. Diese Kombination führt immer wieder zur Glätte.

Donnerstag: Fieses Glatteisteif erwischt wohl wieder den Osten

Leider reicht es dem Wetter in dieser Woche nicht, uns mit einer Glatteisfront zu nerven. Nein, in der Nacht zu Donnerstag kommt von Südosten wohl ein neues Tief zu uns gezogen, welches es in sich haben könnte. Los gehts wohl von Franken bis Hessen, Thüringen und Sachsen mit Schnee. In Sachsen kann in der Nacht aber schon großflächig gefrierender Regen oder Eisregen auftreten – eventuell stundenlang!

Wetterberechnung des EZMWF für den 5. Februar 2026: Glatteis (rot) am frühen Donnerstagmorgen im Osten und Schnee besonders über der nördlichen Mitte (blau). Beides zieht nordwärts.
Glatteis (rot) am frühen Donnerstagmorgen im Osten und Schnee besonders über der nördlichen Mitte (blau). Beides zieht nordwärts.

In den Morgenstunden breitet sich das Tief weiter aus. Derzeit ist noch unklar, wie viel Schnee dabei von der Mitte Deutschlands bis in den Norden fallen wird. Man ist hier aber recht wahrscheinlich in der Zone, wo es „nur“ Schnee sein sollte. Von der Lausitz über Berlin und mindestens den Osten Brandenburgs droht das nächste Glättechaos mit langanhaltendem, gefrierendem Regen wie am 26. Januar.

Wetterberechnung des EZMWF für den 5. Februar 2026: Immer noch Glatteis (rot) am Donnerstagabend im Nordosten und Schnee im Schnee (blau).
Immer noch Glatteis (rot) am Donnerstagabend im Nordosten und Schnee im Schnee (blau).

Es gibt auch Wetterberechnungen, die den Eisregen in Polen sehen. In Berlin und Umgebung wäre es dann auch „nur“ Schnee. Davon aber eventuell reichlich. Das gleiche blüht dann auch Mecklenburg-Vorpommern: Schnee, im Osten vielleicht gefrierender Regen.

Wochenende: Droht eine dritte Glättelage?

Am Freitag könnte es mal etwas ruhiger sein, wobei es im äußersten Norden und Osten noch nicht vorbei sein könnte. Aber das nächste Unheil könnte schon in der Nacht zu Samstag drohen. Wieder zieht Regen von Südwesten auf und prallt über der Mitte Deutschlands auf die Kaltluft. Wieder droht der Regen nicht nur in Schnee, sondern auch in gefrierenden Regen überzugehen.

Wetterberechnung für den 7. Februar: Nächste Glätte? Am Samstag könnte es nach einigen Wettermodellen wie dem deutschen ICON vom Nordwesten bis in den Osten wieder gefrierenden Regen geben, nordöstlich davon Schnee.
Nächste Glätte? Am Samstag könnte es nach einigen Wettermodellen wie dem deutschen ICON vom Nordwesten bis in den Osten wieder gefrierenden Regen geben, nordöstlich davon Schnee.

Wo und wann genau das passiert, ist aus heutiger Sicht natürlich noch unsicher. Aber von der Nordsee bis nach Bayern und nordöstlich davon sollte man vorgewarnt sein. Auch der Sonntag scheint in der gesamten Nordosthälfte weiterhin hochwinterliches bis spiegelglattes Wetter zu produzieren.

Verwendete Quellen: wetter.de