Wetterlexikon: Windchill-Temperatur

Eiskristalle an einem Windrädchen
Eisiger Ostwind hat am Sonntag (08.01.2006) nahe dem oberbayerischen Holzkirchen Eiskristalle an einem Windrädchen wachsen lassen und es dadurch in eine märchenhafte Eisblume verwandelt. © picture-alliance/ dpa/dpaweb, Frank Mächler, ma/kd_rh

Was ist die Windchill-Temperatur?

Die Windchill-Temperatur (WCT) bezeichnet die gefühlte Temperatur, die durch Windgeschwindigkeiten unter der Lufttemperatur liegt. Die Windchill-Temperatur ist für Temperaturen unter zehn Grad definiert. Der Effekt lässt sich durch die körpernahe Ableitung warmer Luft und die Verdunstung erklären. Andersherum kann Wind auch für Hitzeeffekte verantwortlich sein. Die Windchill-Temperatur wird entweder als direkte Temperatur auf der Haut gemessen oder man berechnet die gefühlte Temperatur anhand des Klima-Michel-Modells.

Eigentlich ist die Windchill-Temperatur ein Maß der Rate des Wärmeverlustes und wird nur des Verständnisses halber als Temperatur bezeichnet. Bei 5 Grad Außentemperatur und Wind von etwa 55 km/h beträgt die WCT beispielsweise -1,6 Grad. Die zugrundeliegende Formel ist W = 13,12 + 0,6215 x T – 11,37 x V hoch 0,16 + 0,3965 x T x V hoch 0,16. Dabei ist W der Windchill, T die aktuelle Temperatur und V die Windgeschwindigkeit.