Das Klima-Michel-Modell ist ein Energiebilanzmodell für den menschlichen Organismus

Wetterlexikon: Klima-Michel-Modell

Wetterlexikon: Klima-Michel-Modell
Schwitzen oder eine Gänsehaut sind Regulationen, den Wärmegewinn und die Wärmeabgabe des Menschen im Gleichgewicht zu halten. © picture alliance / Bildagentur-o

Was ist das Klima-Michel-Modell?

Das Klima-Michel-Modell beschreibt die gesamte Energiebilanz des menschlichen Körpers. Es vereint Aussagen zu Behaglichkeit, Wärmebelastung und Kälteempfindung und trifft dadurch eine Aussage zur gefühlten Temperatur und der Wärmebalance. Grundlage ist der so genannte Michel, ein Durchschnittsmensch mit 1,75 Meter Körpergröße, einem Gewicht von 75 kg und einem Alter von 35 Jahren. Bei der Beschreibung werden seine Reaktionen auf die Lufttemperatur, die Windgeschwindigkeit, die Luftfeuchtigkeit, die Strahlungsintensität der Sonne sowie die Isolationsfähigkeit der Kleidung beschrieben.

Wann fühlt sich der Klima-Michel am wohlsten?

Ein optimales Wohlbefinden stellt sich im menschlichen Organismus nur ein, wenn Wärmeaufnahme und Wärmeabgabe in Balance sind. Die Wetterelemente können diese Balance empfindlich beeinträchtigen. Der Deutsche Wetterdienst nutzt das von ihm entwickelte Klima-Michel-Modell, um verschiedene Ereignisse zu vergleichen und statistisch-standardisierte Daten zu erhalten. Die gefühlte Temperatur als Maßeinheit der Wärmebalance im Körper ist dabei unterschiedlich abgestuft. Bis zu 20 Grad werden als behaglich empfunden, darüber und darunter fühlt sich der Klima-Michel nicht mehr wohl.