Wetterlexikon: Willy Willy

Wetterlexikon: Willy Willy
Willy Willy in Australien. © picture alliance / WILDLIFE, WILDLIFE/H.Schweiger

Was ist Willy Willy?

Willy Willy ist die australische und indonesische Bezeichnung für einen tropischen Wirbelsturm. Die Windgeschwindigkeit solch eines Sturms entspricht der eines Orkans. Sie liegt bei etwa 118 km/h und entspricht dem Wert 12 auf der Beaufort-Skala. Tropische Wirbelstürme bzw. Willy Willies, wie sie im australischen und indonesischen Raum entstehen, werden wiederum auch als Zyklone bezeichnet.

Verwüstungen und Überschwemmungen mit zahlreichen Todesopfern

Während Willy Willies in den Gewässern um Indonesien nördlich des Äquators zwischen Mai und Juni sowie Oktober und November und südlich des Äquators während der Sommermonate entstehen, sind die Gewässer rund um Australien zwischen November und April von dem Wetterphänomen betroffen. Durch die Bildung bis zu zehn Meter hoher Wellen kam es in der Vergangenheit neben Verwüstungen durch die hohen Windgeschwindigkeiten vielfach auch zu Überschwemmungen, die zahlreiche Todesopfer in den betroffenen Regionen forderten.

Einige bekannte, vor der Küste Australiens entstandene Willy Willies der letzten Jahre sind Tracy (1974), Larry (2006) und Yasi (2011).