Wetterlexikon: Wasserbilanz

Wetterlexikon: Wasserbilanz
Die Wasserbilanz spielt eine große Rolle, wenn man ermitteln will, wie viel Wasser in einer Region für die Nutzung zur Verfügung steht. © picture alliance / blickwinkel/T, T. Will

Was ist die Wasserbilanz?

Errechnet man aus Niederschlag, Abfluss, Verdunstung und Speicheränderung die Bilanz in einem bestimmten Zeitraum, spricht man von der Wasserbilanz oder auch Gebietswasserbilanz. Der Berechnung einer solchen liegt die Wasserbilanz-, auch Wasserhaushaltsgleichung genannt, zugrunde. Bei der Ermittlung der Wassermenge, welche in einem bestimmten Gebiet zur Nutzung verfügbar ist, spielt die Wasserbilanz eine große Rolle. Die Menge des vorhandenen Wassers ist dabei zumeist bei humidem Klima höher als bei aridem.

Positive und negative Wasserbilanz

Summiert man bei der Berechnung die Menge des Abflusses mit der Differenz bzw. der Summe aus (potenzieller bzw. realer) Verdunstung und Speicheränderung, so erhält man den Gesamtniederschlag. Umgestellt erscheint diese Formel allerdings praxistauglicher:
0 = N – A – V ± S

Fällt die potenzielle Verdunstung größer aus als der Jahresniederschlag, liegt eine negative klimatische Wasserbilanz vor. Von einer positiven Wasserbilanz spricht man, wenn die reale Verdunstung die Menge des Niederschlages unterschreitet, somit also beispielsweise der Oberflächenabfluss des Wassers ermöglicht wird.