Wetterlexikon: Thermosphäre

Wetterlexikon: Thermosphäre
Innerhalb der Thermosphäre umkreist die Internationale Raumstation (ISS) die Erde. © dpa, -, hpl jai tba kat tba wst ssd lof

Was ist die Thermosphäre?

Bei der Thermosphäre handelt es sich um die zweite Außenschicht der Erdatmosphäre, die zum oberen Teil der Ionosphäre gehört. In 80 Kilometern Höhe trifft man auf die Mesopause. Hier beginnt die Thermosphäre, welche bis in etwa 800 Kilometer Höhe zur Thermopause reicht. Innerhalb dieser sehr dünnen Atmosphärenschicht, in der die Gasteilchen weit voneinander entfernt liegen, werden die Gasmoleküle von der energiereichen Strahlung des Weltalls ionisiert. Die somit isolierten Ionen und freien Elektronen können lange in der Ionosphäre überleben, bis sie sich wieder zu neuen Partikeln zusammenfügen.

Extrem: tagsüber 1.700 °C, nachts 300 °C

Durch die Aufnahme der Strahlungsenergie durch die Atmosphärepartikel liegt die Temperatur der Thermosphäre tagsüber bei rund 1.700 °C. Nachts kühlt die Thermosphäre auf 300 °C ab. Die hohe Temperatur ist den schnellen Bewegungen der Gasmoleküle zuzuschreiben. Innerhalb der Thermosphäre umkreist die Internationale Raumstation (ISS) die Erde.