Durch Temperaturunterschiede kondensiertes Wasser

Wetterlexikon: Tau

Morgentau an Spinnenweben
Feinste Wassertröpfchen vom Morgentau glänzen an einem Spinnennetz im Licht der aufgehenden Sonne. © dpa, Julian Stratenschulte

Was ist Tau?

Tau bezeichnet ein physikalisch-meteorologisches Phänomen, das durch die Kondensation von in der Luft enthaltener Feuchtigkeit entsteht. Durch einen starken Temperaturabfall oder beim Kontakt der feuchten Luft mit kalten Oberflächen verändert der in der Luft enthaltene Wasserdampf seinen Aggregatzustand von gasförmig zu flüssig – Wassertropfen setzen sich als Kondensat auf den kalten Oberflächen ab.

Darum kann am Morgen Tau entstehen

Von Tau wird vor allem dann gesprochen, wenn dieser Vorgang in der freien Natur stattfindet: Die am Morgen oft auf bodennahen Pflanzen und Gräsern vorhandene Feuchtigkeit bezeichnet man als Tau oder Tautropfen.

Der Grund für die Entstehung von Tau am Morgen liegt in dem in der Nacht eintretenden Energie- und somit Temperaturabfall, der durch Wegfall von Infrarotstrahlung in der Atmosphäre verursacht wird. Dieser Temperaturabfall ist bei wolkenklarem Himmel besonders hoch. Fallen die Temperaturen am Boden zudem unter den Gefrierpunkt von 0 Grad Celsius, gefriert der Tau. Das entstehende zarte Netz von weißen Eiskristallen wird als Raureif bezeichnet.