Wenn die Wasseroberflächen deutlich kühler als die Landoberflächen sind

Wetterlexikon: Seenebel

Seenebel an der Ostseeküste
Nebel lässt am 31.03.2014 im Ostseebad Kühlungsborn (Mecklenburg-Vorpommern) die Seebrücke verschwinden und sorgt für kühle Temperaturen. © dpa, Bernd Wüstneck

Was ist Seenebel?

Zu den Advektionsnebeln zählt auch der Seenebel, der unter die Kategorie der Abkühlungsnebel fällt. Oftmals wird Seenebel auch als Küstennebel bezeichnet. Seenebel kann entstehen, wenn die Wasseroberfläche deutlich kühler ist als die Landoberfläche. Kommt es nun zu einer Advektion, also einer Luftbewegung hin zum Meer, so kühlt sich die Luft schnell über diesem ab. Erreicht die Luft den Taupunkt, bilden sich Wassertropfen, die wie eine dünne Schicht aus Nebel über der Wasserfläche liegen.

Besonders im Spätfrühling bildet sich an der Ostsee Seenebel

Seenebel können durch aufkommende Seewinde an Land getragen werden. Bei diesem Prozess wird sich schnell neuer Nebel bilden, welcher nun über der Küstenregion liegt. Seenebel beeinflusst die Lufttemperatur und Sichtweite deutlich. Auch die Helligkeit wird reduziert. In Deutschland kann man vor allem im Spätfrühling an der Ostsee auf Seenebel treffen. Er wird durch die Warmluftzufuhr aus dem südeuropäischen Raum begünstigt.