Wetterlexikon: Okklusion

Wetterlexikon: Okklusion
Eine Okklusion ist eine Front, die durch die Verschmelzung einer Kalt- und einer Warmfront bei einem Mittelbreitentief entsteht. © dpa, A3250 Oliver Berg

Was ist eine Okklusion?

Als Okklusion wird die Vereinigung einer Kaltfront mit einer Warmfront in einem dynamischen Tief verstanden. Das geschieht in dynamischen Tiefs regelmäßig, weil Kaltfronten mit Kaltluft schneller vorankommen als die Warmfronten, hinter denen sich der Warmsektor des Tiefs befindet.

Okklusion mit Kalt- und mit Warmfrontcharakter

Dynamische Tiefdruckgebiete entwickeln sich typischerweise an der Grenze polarer Kaltluft und subtropischer Warmluft in der Westwindzone oder Ferrel-Zelle. Eine beginnende Verwirbelung der Luftmassen führt unter Einfluss der Corioliskraft zu einem Tiefdruckwirbel mit einer Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn auf der Nordhalbkugel – auf der Südhalbkugel umgekehrt. In dem Tief entwickeln sich ein Warmluftsektor mit Warmfront und ein Kaltluftsektor mit Kaltfront. Der Punkt, an dem die Kaltfront die Warmfront eingeholt hat und es zur Vereinigung kommt, wird als Okklusionspunkt bezeichnet. Er beginnt im Zentrum des Tiefs und wandert innerhalb weniger Tage weiter nach außen. Die mit der Warmfront vereinigte Kaltfront bildet die Okklusion, dabei wird zwischen einer Okklusion mit Kalt- und mit Warmfrontcharakter unterschieden.