Wetterlexikon: Kaltfront

Wetterlexikon: Kaltfront
Gewitterwolken und Regen sind über dem Ebersberger Forst zu sehen. © dpa, Lino Mirgeler, lim fdt

Was ist eine Kaltfront?

Ein dynamisches Tief weist typischerweise einen Warm- und einen Kaltluftsektor auf. Die zugehörige Kaltfront markiert den Bereich, in dem die Kaltluft den Boden erreicht. Der Durchgang der Kaltfront äußert sich in einem kleinen bis größeren Temperatursprung am Boden, einer Winddrehung nach rechts um ca. 30 Grad, in schauerartigen Niederschlägen und in labiler Wolkenschichtung (Cumuluswolken). Das typische Schauerwetter nach Durchgang der Kaltfront wird als „Rückseitenwetter“ bezeichnet.

Bei weniger stark ausgeprägten Kaltfronten schiebt sich die Kaltluft unter die Warmluft

Dynamische Tiefs entstehen an der Grenze zwischen Kalt- und Warmluft wie z. B. an der Polarfront, bei der sich polare Kaltluft und subpolare Warmluft gegenüberstehen. Bei weniger stark ausgeprägten Kaltfronten schiebt sich die Kaltluft unter die Warmluft, die dadurch zum Aufsteigen gezwungen wird, wodurch es zur Wolkenbildung und zu Niederschlägen kommt (Anakaltfront). Bei größeren Temperaturgegensätzen werden höhere Windgeschwindigkeiten erreicht, so dass sich die Kaltluft auf die Warmluft legt und aufgrund des höheren spezifischen Gewichts nach unten durchfällt. Hierdurch kommt es ebenfalls zu einer Vertikaldynamik der Luftmassen mit Wolkenbildung und Niederschlag.